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Band V (1993)Spalten 447-482 Autor: Manfred Schulze

LUTHER, Martin, Augustinereremit in Erfurt und Wittenberg, Professor an der theologischen Fakultät der Universität Wittenberg, * 10. November 1483 in Eisleben (Grafschaft Mansfeld) als erster (oder zweiter) Sohn von sieben (oder neun) Kindern; † 18. Februar 1546 in Eisleben, begraben in der Schloßkirche zu Wittenberg. - Vater Hans Luder († 29.6. 1530) entstammte einer Bauernfamilie aus dem Dorfe Möhra (Kreis Salzungen, Thüringen). Dem geltenden Erbrecht entsprechend, war Hans als ältester Sohn nicht erbberechtigt, so daß er seine Existenz unabhängig vom elterlichen Hof aufbauen mußte. Mutter Margarethe († 30.6. 1531) stammt aus dem in Eisenach ansässigen Bürgergeschlecht der Lindemann. Die Familie siedelte 1484 von Eisleben nach Mansfeld über, wo Hans Luder sein Auskommen im aufblühenden Kupferbergbau fand. Aus dem einfachen Berghauer wurde ein Teilhaber an mehreren Bergbaugenossenschaften, dem sogar das Mansfelder Bürgerrecht verliehen wurde. Die Familie hat es aus eigener Kraft zu Ansehen und Wohlstand gebracht. Die ersten Schuljahre verbrachte Martin wahrscheinlich von 1490 bis 1497 an der Stadtschule zu Mansfeld, wechselte dann für ein Jahr nach Magdeburg, vermutlich an die dortige Domschule, und fand Aufnahme bei den `Brüdern zum Gemeinsamen Leben'. Als dritte und letzte Schule besuchte er die Pfarrschule St. Georgen in Eisenach, wo er seit Frühjahr 1498 für drei Jahre vor allem seine Kenntnisse des Lateinischen vervollkommnete. Kost und Quartier fand er bei den Eisenacher Patrizierfamilien Heinrich Schalbe und Konrad Cotta. - Der weitere Bildungsgang des Sohnes einer aufstrebenden Unternehmerfamilie war vorgezeichnet. Er sollte an der thüringischen Landesuniversität Erfurt studieren und den auch für die Familie einträglichen Beruf des Juristen anstreben. Im Frühjahr 1501 zog L. nach Erfurt, um sich in die Grundlagenfakultät der Artisten als "Martinus ludher ex mansfelt" einschreiben zu lassen. Zwei bedeutende Lehrer haben damals das wissenschaftliche Profil dieser Artesfakultät geprägt: Jodokus Trutfetter († 1519) und Bartholomäus Arnoldi von Usingen († 1532), die beide in den Bahnen der `via moderna' konsequent die Methoden Ockhams († 1349) und seiner Anhänger anwenden wollten. Wenn L. sich später als Ockhamschüler bezeichnet (WAT 2,516,6; WAT 5,653,1; WA 6,600,11), dann verweist er damit auf diese Jahre seines Artesstudiums in Erfurt. - Ende September 1502 legt L. das Examen zum `Baccalaureus Artium' ab und beschließt damit den ersten, dreisemestrigen Studienabschnitt, der vor allem der Grammatik und Logik gewidmet war. Anfang Januar 1505 besteht er als zweiter von siebzehn Kandidaten das Examen zum `Magister Artium' und beendet damit sein Studium in den Fächern der `freien Künste'. Als Magister ist er nun verpflichtet, für zwei weitere Jahre Vorlesungen an der Fakultät zu halten, und zugleich berechtigt, sich als Student in einer der höheren Fakultäten einzuschreiben. Im Mai 1505 setzt L. sein Studium an der Juristischen Fakultät in Erfurt fort, plangemäß nach dem Willen des Vaters, der für den Sohn auch schon eine `ehrbare und reiche Heirat' ins Auge gefaßt hatte (WA 8, 573,24;1521). - Der 2. Juli 1505 vernichtete alle Hoffnungen auf eine einträgliche bürgerliche Karriere. L. befindet sich auf der Rückreise von Mansfeld nach Erfurt und gerät in der Nähe des Dorfes Stotternheim in ein schweres Gewitter, das ihn derart in Schrecken versetzte, daß er die heilige Anna um Schutz anrief und ihr den Eintritt ins Kloster gelobte: "Hilff du, S. Anna, ich wil ein monch werden" (WAT 4,440,9f). Offenbleiben muß, ob dieses Gelübde nicht der Endpunkt einer zunehmenden Lebenskrise gewesen ist. Sicher ist, daß L. den aufkommenden Zweifeln an der Verbindlichkeit seines Gelübdes nicht nachgab und am 17. Juli 1505 an die Pforte des `Schwarzen Klosters' zu Erfurt pochte, um dort bei den observanten Augustinereremiten die Aufnahme zu erbitten. - Bei L.s Eintritt umfaßte das Kloster etwa 50 Mönche, geleitet von ihrem Prior Winand von Diedenhofen. Vermutlich im Herbst 1505 wurde der Petent im Kapitelsaal in Gegenwart aller Klosterbrüder als Novize aufgenommen und für ein Probejahr dem Novizenmeister Johann Greffenstein übergeben. Im Herbst 1506 leistete L. Profeß, d.h. er verpflichtete sich auf die Ordensgelübde des Gehorsams, der Armut und Keuschheit und wurde damit endgültig in die Ordens- und Klostergemeinschaft aufgenommen. Vom Prior zum Priesteramt bestimmt, empfing er am 27. Februar (oder am 3. April) 1507 durch Weihbischof Johann Bonemilch von Lasphe im Erfurter Dom die Priesterweihe und feierte am Sonntag Kantate (2. Mai) 1507 seine Primiz in Gegenwart des Vaters und geladener Freunde. - Die Universitätslaufbahn war mit dem Eintritt ins Kloster zunächst einmal beendet, sowohl das Studium der Rechte wie auch die eigene Lehrtätigkeit als `Magister Artium'. Erst nach zwei Jahren, im Sommer 1507, setzte L. auf Anweisung des Generalvikars der Augustinerobservanten, Johannes von Staupitz († 1524), seine akademische Laufbahn fort, nun allerdings als Student der theologischen Fakultät. Er beginnt in Erfurt, wechselt aber im Herbst 1508 auf Anweisung des Generalvikars nach Wittenberg, um dort an der seit 1503 bestehenden kursächsischen Landesuniversität seine Studien fortzuführen. Am 9. März 1509 wird er zum `Baccalaureus Biblicus' promoviert, absolviert in Wittenberg noch seine Pflichtdisputation als `Baccalaureus Sententiarius', wird dann aber nach Erfurt zurückversetzt, um dort vom Herbst 1509 bis zum Sommer 1511 als Sententiar zu lehren. - Die Zeit in Erfurt wird vom Spätherbst 1510 bis zum Frühjahr 1511 durch eine Romreise unterbrochen. Anlaß der Reise ist der Streit unter den Augustinern über die Zukunft der strengen Observanz. Generalvikar Johannes von Staupitz suchte nach einer Versöhnung der regelstrengen Klöster mit den beargwöhnten `laxen' Ordensbrüdern - unter heftigem Protest von sieben `renitenten Konventen', die unter der Führung Erfurts alles daransetzten, den angestrebten Ausgleich scheitern zu lassen. Die Reise nach Rom diente dem Protest gegen die angebliche Aufweichung der Observanz. Der Einspruch wurde zwar abgewiesen, der Widerstand gegen Staupitzens Pläne damit jedoch nicht gebrochen. L. hingegen hat sich seinem Ordensvorgesetzten gebeugt und dieser hatte ihn wohl noch im Jahre 1511 endgültig vom Erfurter in den Wittenberger Augustinerkonvent versetzt. Auf Anweisung Staupitzens bewirbt er sich nun um das theologische Doktorat, wird am 18./19. Oktober 1512 zum Doktor der Theologie promoviert und übernimmt den bisher von Staupitz versehenen - eher nicht versehenen - Lehrstuhl der `Lectura in Biblia', den er bis zu seinem Lebensende behalten wird. - Im Frühjahr oder Herbst 1513 beginnt L. seine exegetische Lehrtätigkeit mit seiner ersten Vorlesung über die Psalmen, den "Dictata super Psalterium". Etwa seit November 1515 wendet er sich der Paulusexegese zu, liest zuerst über den Römerbrief, dann ab Oktober 1516 über den Galaterbrief und 1517 bis 1518 schließlich über den Hebräerbrief. Aus der Exegese entsteht eine neue Theologie, die sich in akademischen Thesenreihen verdichtet, einmal im September 1516 in der Thesenreihe "De viribus et voluntate hominis sine gratia" (WA 1,145-151), die der L.-Schüler Bartholomäus Bernhardi entworfen hatte, das andere Mal - zukunftsweisender noch - im September 1517 in der "Disputatio contra scholasticam theologiam" (WA 1,224-228), die L. selber zusammengestellt hatte aus Anlaß der Promotion seines Schülers Franz Günther. - Nicht nur innerhalb der Universität, sondern auch innerhalb des Ordens hat L. Karriere gemacht. Auf dem Kongregationskapitel der observanten Augustiner 1515 (29. April-1. Mai) zu Gotha wurde er zu einem der beiden Distriktsvikare des Johannes von Staupitz gewählt, zuständig für zehn observante Konvente in Thüringen und Sachsen. Dieses Amt bekleidete er drei Jahre lang bis zum Kongregationskapitel 1518, das Ende April in Heidelberg tagte. - Bereits seit den Anfängen seiner akademischen Tätigkeit sind kritische Äußerungen L.s über den Ablaß bekannt, die er vom Katheder sogar auf die Kanzel gebracht hatte. Alljährlich zum Allerheiligenfest wurde in Wittenberg die ablaßträchtige Reliquienausstellung des sächsischen Kurfürsten eröffnet. Die Vigil zu Allerheiligen (31. Oktober) des Jahres 1517 nutzte L. zum energischen Protest gegen die Ablaßpraxis, speziell der Kirche im Erzbistum Magdeburg. Dort vertrieb der Dominikaner Johannes Tetzel als Generalsubkommissar jenen Ablaß, den die römische Kurie dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg, Kurfürst und Kardinal von Mainz, Erzbischof von Magdeburg und Administrator von Halberstadt, zur Zahlung seiner Straftaxen für Ämterhäufung konzediert hatte - was L. damals nicht bekannt war. Am 31. Oktober wandte er sich schriftlich nach Magdeburg an den Erzbischof und forderte die Abstellung der skandalösen Ablaßpredigt (WAB 1,110-112). Dem Schreiben beigefügt war ein Exemplar jener Ablaßthesen (WA 1, 233-238), von denen es unwahrscheinlich ist, daß L. sie nicht am Vorabend der Ablaßeröffnung, also am 31. Oktober 1517, an die Tür der Schloßkirche angeschlagen haben sollte. Kardinal Albrecht beauftragte seine Universität in Mainz mit einem Gutachten zum Ablaßprotest und leitete die Angelegenheit zugleich nach Rom weiter. L. hatte seine Thesen für eine akademische Disputation konzipiert und diesen zur Erläuterung im August 1518 seine "Resolutiones disputationum de indulgentiarum virtute" (WA 1,525-628) hinzugefügt. Schon im März 1518 ist er mit dem Ablaßthema bewußt auch unter das Volk gegangen, als er in seinem "Sermon von Ablaß und Gnade" (WA 1,243-246) die Kritik unverhüllt auf deutsch zusammenfaßte. - Die Kurie in Rom hat zügig reagiert. Bereits am 3. Februar 1518 erhielt der Augustinerordensgeneral Gabriel Venetus die Anweisung, L. zum Schweigen zu bringen. Die observanten Augustiner Deutschlands unter Führung Johanns von Staupitz haben die römische Anweisung aber ignoriert und auf ihrem Kongregationskapitel zu Heidelberg (25.-27. April 1518) nicht einmal eine Explikation der Ablaßkritik gefordert. Im Mittelpunkt des Interesses dort stand die Gnadentheologie, die L. im Rahmen einer Disputation vorgestellt und verteidigt hat (WA 1,353-374; WA 59,409-426). In diese Zeit des Frühjahrs 1518 wird man - nach überwiegender Auffassung in der Forschung - L.s `Turmerlebnis' zu datieren haben. Dieses Erlebnis beschreibt er selber im Jahre 1545 als Durchbruch zur Erkenntnis der Gerechtigkeit Gottes, die eben den Sünder gerecht macht, der sich im Glauben ganz dem gnädigen Gott anvertraut (WA 54, 185 f). Dieser reformatorische Durchbruch war des längeren schon bei L. angelegt und ist in der Folge zum bestimmenden Angelpunkt seiner Theologie geworden. - Im Mai oder Juni 1518 wurde in Rom eine gerichtliche Untersuchung gegen L. eingeleitet mit dem Ergebnis, daß er an die Kurie zitiert wurde wegen Verdachts auf Häresie und Auflehnung gegen die kirchliche Obrigkeit. L. erhielt diese Zitation am 7. August 1518 mit der Aufforderung, binnen 60 Tagen nach Erhalt zu erscheinen (WA 2,25,36). In Augsburg war in diesem Sommer 1518 der Reichstag versammelt, zu dem Kardinal Cajetan († 1534) als Legat des Papstes entsandt worden war. Auf L.s Bitte hin intervenierte sein Landesherr, Kurfürst Friedrich der Weise († 1525), um bei Cajetan ein Verhör in Augsburg durchzusetzen. Dieser erklärte sich dazu bereit, erwirkte von Rom die Vernehmungsvollmacht und versicherte dem Kurfürsten obendrein, L. unabhängig vom Ausgang der Untersuchung wieder ziehen zu lassen. - Vom 12. bis 14. Oktober fand im Augsburger Fuggerhaus das Verhör durch Cajetan statt, das sich fast umgehend zum fruchtlosen Disput entwickelte und ohne Ergebnis blieb. L. appellierte daraufhin vor Zeugen und einem Augsburger Notar "von dem nicht gut unterrichteten Papst" an den besser zu unterrichtenden (WA 2,28-33). Diese Appellation wurde am 22. Oktober 1518 an der Pforte des Augsburger Doms öffentlich angeschlagen. Bereits am 20. Oktober hatte L. Augsburg heimlich verlassen. - Cajetan informierte den sächsischen Kurfürsten am 25. Oktober über das Verhör: L. habe sich eindeutig als Ketzer schuldig gemacht, so daß der Landesherr nun verpflichtet sei, den Ketzer nach Rom auszuliefern, ihn zumindest des Landes zu verweisen (WAB 1,233-235). Mit Datum vom 7. Dezember 1518 ließ Friedrich dem Legaten die Ablehnung seines Begehrens zugehen: Da - entgegen kurialer Auffassung - die Schuld nicht erwiesen sei, werde er nicht gegen L. vorgehen (WAB 1,250 f). Die Kurie war zu dieser Zeit an Spannungen mit Kursachsen nicht interessiert, und der Tod Kaiser Maximilians am 12. Januar 1519 konnte nur den Kurs bestätigen, den Sachsenherzog als Gegengewicht gegen die habsburgische Expansion zu nutzen. Solange die Kaiserwahl nicht entschieden war, konnte der L.-Prozeß in der Schwebe bleiben. - Bereits in Augsburg hatte L. mit dem Ingolstädter Theologieprofessor Johannes Eck († 1543) eine Disputation verabredet. Der Wittenberger Kollege Andreas Bodenstein von Karlstadt († 1541) und der Ingolstädter sollten über ihre Kontroversen sowohl zur Gnaden- als auch zur Ablaßtheologie disputieren, die bereits seit Mai 1518 zwischen beiden öffentlich ausgetragen wurden. Die Augsburger Vereinbarung war der Ausgangspunkt für die Leipziger Disputation, die nach zähem Ringen schließlich unter Einschluß L.s zustandegekommen ist. Am 27. Juni 1519 wurde die Disputation feierlich eröffnet, die vor vielen Zuhörern die Kontrahenten Eck und Karlstadt sowie Eck und L. (4.-14. Juli; WA 59,433-605) in der Hofstube der Leipziger Pleißenburg bis zum 15. Juli versammelte. - Abgesehen von theologischen Klärungen hat die Auseinandersetzung den politischen Effekt gehabt, daß aus dem wohlwollend neutralen Herzog Georg von Sachsen († 1539) ein unerbittlicher Gegner der Reformation wurde. Zudem hat die Disputation die Entschlossenheit des Kontrahenten Johannes Eck gestärkt, in Rom L.s Verurteilung zu betreiben. Da die Kurfürsten am 28. Juni 1519, einen Tag nach Eröffnung der Disputation, König Karl I. († 1558) von Spanien zum Kaiser des `Sacrum Imperium' gewählt hatten, waren sonderliche Rücksichten auf den Sachsenkurfürsten gegenstandslos geworden. Bald nach Beendigung der Disputation hatte Eck den Papst gedrängt, die Verurteilung vorzunehmen. Er wurde daraufhin nach Rom beordert und zum Mitglied der Verurteilungskommission ernannt. Da im August und November 1519 die Universitäten Köln und Löwen die Sache L.s bereits verurteilt hatten, konnte man in Rom auf akademisch abgesichertes Urteilsmaterial zurückgreifen. Das Ergebnis der römischen Beratungen war die Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine" vom 15. Juni 1520, in der Papst Leo X. († 1521) 41 Sätze L.s als ketzerisch, falsch, ärgerlich oder verführerisch verwarf. Falls L. und seine Anhänger nicht binnen 60 Tagen schriftlich widerrufen sollten, werden sie als hartnäckige Ketzer aus der Gemeinschaft der Kirche ausgestoßen. Johannes Eck und der päpstliche Legat Hieronymus Aleander († 1542) erhielten den Auftrag, die Bulle im Reich zur Kenntnis zu bringen und zu vollstrecken. Eck läßt die Bannandrohungsbulle in Meißen (21. September), Merseburg (25. September) und Brandenburg (29. September) anschlagen. Damit ist sie für Kursachsen rechtskräftig öffentlich gemacht. - L. hat auf den Bann zweifach geantwortet: einmal am 10. Dezember 1520, dem Ende der Widerrufsfrist, als er vor dem Elstertor auf dem Schindanger Wittenbergs die `Bücher des Papstes', darunter ein Druckexemplar der Bannandrohungsbulle, den Flammen übergab (WAB 2,234,4-10). Zum anderen antwortete er zur Jahreswende 1520/21 schriftlich mit der "Assertio omnium articulorum M. Lutheri per bullam Leonis X. novissimam damnatorum" (WA 7,94-151), der Bekräftigung dessen, was Rom für verdammenswert erachtete. - Die Jahre 1520 und 1521 sind entscheidend für die Reformation geworden. 1520 entwarf L. programmatisch seine Theologie zu zentralen Fragen des kirchlichen Lebens und der Lehre. In seiner Schrift "Von den guten Werken" (WA 6,202-276; Ende Mai 1520) erläuterte er den Zusammenhang von Glaubensgerechtigkeit und guten Werken; im Juni 1520 ging es um das Problem der Ekklesiologie, als er "Von dem Papsttum zu Rom wider den hochberühmten Romanisten zu Leipzig" schrieb (WA 6,285-324). "An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung" (WA 6,404-469) erschien Mitte August 1520 als Programmschrift zur Kirchenreform. In ein theologisches wie ekklesiologisches Zentrum stieß L., als er im Oktober 1520 zur Sakramentenlehre seine Schrift "De captivitate Babylonica" (WA 6,497-573) herausgab. Die Rechte und die Pflichten eines Christenmenschen sind das Thema der in Deutsch und Latein verfaßten Freiheitsschrift: "Von der Freiheit eines Christenmenschen" - "De libertate Christiana" (WA 7,20-38; 49-82; November 1520). Sachlich gehört zu dieser Reihe der Programme die 1523 erschienene Schrift "Von weltlicher Oberkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei" (WA 11,245-281), in der L. die je eigenen Weisen und Bereiche des obrigkeitlichen wie des kirchlichen Handelns einschärft. Das Jahr 1521 wurde das Jahr des Verhörs und Bekenntnisses vor Kaiser und Reich anläßlich des Reichstags zu Worms. L. war seit Januar 1521 definitiv als Ketzer anzusehen. Daß er dennoch zum Verhör nach Worms geladen wurde, ist das Ergebnis habsburgischer und kurfürstlich sächsischer Kalküle, die zur kaiserlichen Ladung (6. März 1521) führten, L. habe sich vor den Reichstag zu begeben. Geleitet durch Reichsherold Kaspar Sturm traf L. am 16. April vormittags in Worms ein. Gleich am folgenden 17. April fand das erste Verhör statt im Bischofshof, dem Quartier des Kaisers. Dr. Johannes von der Ecken, Offizial des Kurfürsten von Trier, eröffnete das Verhör mit zwei Fragen: Ob L. sich zu seinen Schriften bekenne; und: Ob er seine Schriften widerrufe. Nach Zwischenruf von Hieronymus Schurf, Kollege an der Wittenberger juristischen Fakultät und jetzt L.s Rechtsbeistand, wurden die Titel der ausgelegten Bücher verlesen und von L. als die seinigen anerkannt. Auf die zweite Frage antwortete L. mit der Bitte um Bedenkzeit, die ihm gewährt wurde. Am Donnerstag, dem 18. April, wurde das Verhör fortgesetzt, in dem L. der Aufforderung nach einer Antwort `ohne Hörner oder Zähne' mit einem bündigen Bekenntnis nachgekommen ist: `Solange mein Gewissen durch die Worte Gottes gefangen ist, kann und will ich nichts widerrufen, weil es unsicher ist und die Seligkeit bedroht, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir, Amen' (WA 7,876,11-877,6; 838,4-9, lateinischer Text). Allen Nachverhandlungen zum Trotz, welche im Auftrage der Reichsstände mit L. noch geführt wurden, ist es bei dieser Widerrufsverweigerung geblieben. Am 26. April verließ L. die Stadt des Reichstags, um unter dem Schutz des kaiserlichen Geleits zurück nach Sachsen zu reisen. Die L.sache zu Worms endete mit dem kaiserlichen Ächtungsmandat vom 26. Mai 1521, das als `Wormser Edikt' die Reformationsgeschichte Deutschlands weit mehr prägen sollte als die päpstliche Bulle. - Noch in Worms war L. darüber informiert worden, daß der Kurfürst ihn "eintun und verbergen" wolle (WAB 2,305,5). Auf der Rückreise nach Wittenberg, am 4. Mai 1521, wurde sein Reisewagen im Thüringer Wald bei der Burg Altenstein von kurfürstlichen Reitern `überfallen' und L. auf die Wartburg bei Eisenach gebracht. Zehn Monate, vom Mai 1521 bis zum 1. März 1522, hat er auf der Wartburg ausgehalten. Das Exil ist ihm anfangs schwergefallen, doch war die erzwungene Pause alles andere als vertane Zeit. Eine Anzahl von wichtigen theologischen Arbeiten, erbaulichen Schriften, Predigtanleitungen und Stellungnahmen zu drängenden Fragen der praktischen Kirchenreform sind auf der Wartburg entstanden. Das wichtigste Werk der Wartburgzeit war die Übersetzung des Neuen Testaments in die Sprache des Volkes. Begonnen im Dezember 1521, hat er noch auf der Wartburg den ersten Übersetzungsentwurf abschließen können. Das Werk erschien unter dem Titel "Das Newe Testament Deutzsch" (Wittenberg, Melchior Lotther d.J.) im September 1522 und wird deshalb `Septembertestament' genannt. Dieses Buch allein wird nach L.s Überzeugung die Christenheit bei der Sache - und bei der Freiheit - des Evangeliums halten. - Etwa seit Sommer 1521, also während L.s Abwesenheit, mehrten sich in Wittenberg die Forderungen nach praktischen `Reformationen' der Stadtgemeinde. Diese Reformbewegung hat Energien freigesetzt und Überzeugungen reifen lassen, aber auch Verwirrung angerichtet und Unruhe gestiftet. Angesichts dieser Situation verläßt L. gegen den Willen des Kurfürsten am 1. März 1522 die Wartburg und kehrt am 6. März nach Wittenberg zurück. Unverzüglich schaltet er sich in die praktische Gemeindereform ein und behandelt in der Stadtkirche während der Invokavitwoche 1522 (9.-16. März) in einer Reihe von acht Predigten die aufgebrochenen Fragen nach der rechten Ordnung des Christenlebens (Invokavitpredigten, WA 10III,1-64). Die Predigten sind der Versuch aufzuzeigen, wann Änderungen und Neuerungen tatsächlich dem Anspruch des Evangeliums genügen können. - Angesichts der Reformation in Wittenberg zeichnet sich ab, daß es bei der Einheitlichkeit der neuen Theologie allein auf dem Fundament der Schrift nicht bleiben werde. Nicht nur persönliche, sondern eben auch sachliche Gegensätze brechen zwischen L. und Karlstadt auf, die dem Problem erwachsen, wie eine christliche Gemeinde Ordnungen erhalten kann, die dem Worte Gottes gemäß sind. Es zeigte sich zudem, daß neue soziale Schichten sich das Thema Reformation zu eigen machen und Lösungen einbringen werden, die nicht auf der Linie akademisch verantworteter Theologie liegen. Bereits im Januar 1522 haben die sogenannten Zwickauer Propheten in Wittenberg Aufsehen erregt mit ihrer Forderung, die Kindertaufe einzustellen. Dem hat L. von Anfang an, noch auf der Wartburg (WAB 2,425-427), ohne jedes Schwanken widersprochen. Die Auseinandersetzungen machen offenbar, daß alle Bereiche des christlichen Lebens theologisch zu überprüfen waren. L. hat 1522 mit dieser Aufgabe begonnen und die Gottesdienst- und Festordnung sowie die Liturgie der Taufe und des Abendmahls einer kritischen Sichtung unterzogen. Fragen der Pfarrerwahl, der Sozialarbeit und Schularbeit waren zu lösen. Und nicht zuletzt: Auch das Eheleben bedurfte der Neuordnung nach Maßgabe allein des göttlichen Gesetzes (Vom ehelichen Leben, WA 10II,275-304; Ende September 1522). - Seit dem Jahre 1524 vollziehen sich die ersten offenkundigen Trennungen der Reformation. Thomas Müntzers († 1525) Wirken in Allstedt (1523/24) hatte zu Unruhen unter der Bürgerschaft geführt. Er selber hatte diese nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar die sächsischen Fürsten aufgefordert, in dieser apokalyptischen Zeit nicht auf Ruhe zu sehen, sondern notfalls das Schwert gegen jene Verworfenen zu richten, die sich unbekehrbar dem Willen Gottes widersetzen. Dagegen verfaßte L. im Juli 1524 seinen offenen "Brief an die Fürsten zu Sachsen von dem aufrührerischen Geist" (WA 15,210-221). Jene Reformation, die gerade in apokalyptischen Zeiten das Schwert an sich reißt, ist in L.s Augen nur eine weitere Bedrohung der Christenheit, die um ihren Bestand im rechten Glauben ringt. Der Geist Müntzers ist ihm nichts anderes als Teufelsgeist. - Ebenfalls im Sommer 1524 spitzte sich die schon lange schwelende Auseinandersetzung mit Karlstadt zu. Dieser, Professor an der theologischen Fakultät Wittenberg, zugleich Archidiakon des dortigen Allerheiligenstifts, war im Mai (?) 1523 nach Orlamünde gezogen, um diese seine langjährige Pfründe endlich vor Ort als ordentlicher Pfarrer versehen zu können. Seinen Wittenberger Pflichten hatte er sich damit allerdings entzogen. Karlstadt reformierte Orlamünde nach eigenen Vorstellungen, ohne sich nach Wittenberg als Vorbild auszurichten. Obwohl die Gemeinde und ihr Pfarrer sich eindeutig von Müntzer abgesetzt hatten, blieb der Verdacht auf Aufruhr bestehen. Im Auftrage des Kurfürsten reiste L. zu einem Treffen mit Karlstadt nach Jena (22. August 1524), visitierte dann in Orlamünde die Gemeinde selber (24. August), und kam zu dem Schluß, die Ablösung Karlstadts vorzuschlagen. Kurfürst Friedrich der Weise verfügte überraschend im September 1524 nicht nur die Ablösung, sondern sogar die Ausweisung Karlstadts aus Kursachsen. L. hat die Auseinandersetzung mit Karlstadt auch literarisch geführt in seiner Schrift "Wider die himmlischen Propheten, von den Bildern und Sakrament" (WA 18,62-125; 134-214; Dezember 1524/Januar 1525). Niemals ist er den Verdacht losgeworden, daß Karlstadt ein ähnlicher `Schwärmer' sei wie Müntzer, die beide im Vertrauen auf ihre Eingebungen das offenbare Wort Gottes hintansetzen. - Seit dem Jahre 1524 wird das Reich durch Bauernfehden beunruhigt, die sich zu Aufständen ausweiten. Wahrscheinlich im April 1525 hat L. Kenntnis erhalten von den `Zwölf Artikeln der Bauernschaft in Schwaben', die zu den Programmartikeln der gemäßigten Bauernführer werden sollten. Seine Stellungnahme veröffentlicht er Mitte Mai als "Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben" (WA 18,291-334). Dort attackiert L. ungeschminkt die Fürsten ihrer Schinderherrschaft wegen und spricht den Bauern zugleich das Recht ab, sich für ihre weltlichen Forderungen auf das Evangelium zu berufen. In eben dieser Zeit bereist L. den thüringischen Raum und reagiert derart schockiert auf die Verwüstungen durch rebellierende Bauern, daß er die Fürsten zum unnachsichtigen Zuschlagen aufruft. Als Nachtrag zur `Ermahnung zum Frieden' verfaßt er eine Kampfschrift, deren Titel die Funktion als Anhang bereits ausweist: "Auch wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern" (WA 18,357-361). Den Friedenswilligen galt die Ermahnung, den `Mörderischen' der Ruf nach der Schärfe des Schwertes. Als Modellvertrag für einen Friedensschluß veröffentlichte er nach seiner Rückkehr aus dem Aufstandsgebiet den Weingartener Vertrag vom 17. April 1525 (WA 18,336-343), den der Schwäbische Bund mit den Bauernhaufen vom Bodensee und vom Allgäu abgeschlossen hatte. Das Geschehen des Bauernkrieges galt den Gegnern der Reformation als Bestätigung ihrer langgehegten Befürchtung, daß L.s Angriffe gegen die geistlichen Obrigkeiten auch die Autorität der weltlichen Obrigkeiten zersetzen werde. - In dieser kritischen Zeit wagt L. bewußt den Schritt in die Ehe. Er heiratete die ehemalige Zisterzienserin Katharina von Bora († 1552), die zusammen mit elf anderen Nonnen ihrem Kloster Marienthron (Nimbschen) am Ostersonnabend, dem 4. April 1523, entflohen war und in Wittenberg im Hause des Lukas Cranach unterkommen konnte. Am 13. Juni 1525 gaben sich Katharina und Martin feierlich vor Zeugen das Eheversprechen, und am 27. Juni folgten der öffentliche Kirchgang und das festliche Hochzeitsmahl - im Beisein von L.s Eltern, die den Weg des Sohnes akzeptiert haben. Sechs Kinder sind dem Ehepaar L. geboren worden: Johannes (* 7.6. 1526, † 1575), Elisabeth (* 10.12. 1527, † 1528), Magdalene (* 4.5. 1529, † 1542), Martin (* 9.11. 1531, † 1565), Paul (* 28.1. 1533, † 1593) und Margarethe (* 17.12. 1534, † 1570). Das leerstehende Konventsgebäude der Augustinereremiten wurde der Familie L. zum Wohnhaus, zum Vorlesungsgebäude des Professors, zum Treffpunkt der Freunde, zur Unterkunft von Studenten und zur Pilgerstätte der vielen Neugierigen. - Im Herbst 1525 hatte L. die öffentliche Auseinandersetzung mit Desiderius Erasmus von Rotterdam († 1536) aufgenommen, der überragenden Autorität humanistischer Gelehrsamkeit in Deutschland. Er hatte sich lange Zeit davor gehütet, im Kampf der Geister eindeutig Stellung zu beziehen, ohne daß diese Neutralität ihn vor dem Verdacht geschützt hätte, der heimliche Drahtzieher Wittenbers zu sein. Auf vielfaches Drängen von Freunden sah Erasmus sich schließlich veranlaßt, ein Signal zu setzen - nicht einfach gegen die Reformation, wohl aber gegen jene Form von Reformation, von der er nur die Zerstörung der Wissenschaften und die Zersetzung der Sitten befürchten konnte. Er griff das Thema der Willensfreiheit auf und versuchte, einen wissenschaftlich gesicherten Mittelweg zu finden, der den freien Menschen zur ethischen Verantwortung führt und den verantwortlichen Menschen bei Gott Hilfe finden läßt. Diese Schrift hat L. im Herbst 1525 unter dem Titel "De servo arbitrio" (WA 18,600-787) beantwortet und dabei eigene Schwerpunkte gesetzt: Was den Menschen anthropologisch prägt, ist nicht die Freiheit, sondern die Bestimmtheit - entweder durch die Macht des versklavenden Bösen oder durch die Kraft des erlösenden Gottes. Von der Freiheit ist nur als Befreiung zu reden, die dann geschieht, wenn der Mensch bleibend bestimmt ist durch den rechtfertigenden Gott. Die Schriften der Kontrahenten bedürfen beide der sachgemäßen Abgrenzung: Die Freiheitsschrift des Erasmus ist nicht die Programmschrift, und die Unfreiheitsschrift L.s nicht die Verwerfung des Humanismus. - Der Auseinandersetzung mit Erasmus folgt die Entzweiung mit Huldrych Zwingli († 1531) über das Abendmahl. Unterschiedliche soziologische Kontexte, Bildungsvoraussetzungen und theologische Schwerpunkte verdichten sich im Streit um die Realpräsenz Christi. Die konkrete Frage lautet, ob das Herrenmahl das Sakrament der leiblichen Gegenwart Christi ist, das den ganzen Menschen, mit Leib und Seele, der rettenden Gegenwart des Gekreuzigten versichert. Oder vollzieht sich bei Brot und Wein - nur - die Erinnerungsfeier der Gemeinde, die in der Gemeinschaft des Mahles ihre Gemeinschaft mit dem geistlich anwesenden Herrn bekennt? Bereits durch Andreas Karlstadt in die Diskussion geraten, hat Zwingli sich im November 1524 in die Meinungsbildung eingeschaltet und die signifikatorische Deutung der Abendmahlselemente unterstützt: Brot und Wein sind nicht der real gegenwärtige Leib Christi, sondern verweisen auf jenen Leib, der damals gekreuzigt wurde, jetzt zur Rechten des Vaters sitzt und dort bleibt, bis er kommen wird zum letzten Gericht. Die Diskussion weitete sich aus zum Schlagabtausch, als L. die Gegner der Realpräsenz unter die Schwarmgeister reihte, die der Klugheit ihres Kopfes folgen, statt sich Christi Abendmahlsworten zu beugen. Im April 1527 erscheint seine erste Streitschrift mit dem unzweideutigen Titel: "Daß diese Wort Christi `Das ist mein Leib' noch fest stehen, wider die Schwarmgeister" (WA 23,64-283). Zwingli antwortete im Juni 1527: "Daß diese Worte Jesu Christi `Das ist mein Leichnam, der für euch hingegeben wird', ewiglich den alten einigen [einzigen] Sinn haben werden" (Zwinglis Werke 5, 805-977). Im Frühjahr 1528 veröffentlichte L. dann seine Hauptschrift zur Abendmahlsfrage, die zugleich umfassend Bekenntnis ablegen wollte über das neue Verständnis von Gottes Handeln am Menschen: "Vom Abendmahl Christi. Bekenntnis" (WA 26,261-509). - Seit der Zeit des Bauernkrieges war deutlich, daß die Neuordnung von Kirchen und Gemeinden überfällig war. L. hatte seinen Landesherrn, Kurfürst Johann den Beständigen († 1532), mehrfach zur Bestandsaufnahme der kirchlichen Situation im Lande durch umfassende Visitationen aufgefordert. Im Juni 1527 hatte der Kurfürst endlich sein Visitationsedikt erlassen und Philipp Melanchthon († 1560) damit begonnen, Visitationsrichtlinien auszuarbeiten, die 1528 mit einer Vorrede L.s versehen als "Unterricht der Visitatoren an die Pfarhern im Kurfurstentum zu Sachssen" erschienen sind (WA 26,195-240). Zuvor schon hatte L. sich wieder in die praktische Gemeindereform eingeschaltet. 1525 sorgte er für den Druck von Predigtsammlungen (WA 17II), veröffentlichte 1526 die "Deudsche Messe und ordnung Gottis diensts" (WA 19,72-113) und revidierte von neuem die Taufliturgie (WA 19,537-541). 1529 folgten "Ein Traubüchlein für die einfältigen Pfarrherr" (WA 30III,74-80) und der Große wie der Kleine Katechismus (WA 30I,125ff), Lehrbücher des christlichen Glaubens für das Haus, die Schule und die Kanzel. - Der Bauernkrieg wie auch der Streit um das Abendmahl hatten der Reformation zwar erheblichen Schaden zugefügt, ihren Fortgang jedoch nicht hindern können. Der Fortschritt stieß aber politisch auf zunehmenden Widerstand, der im Jahre 1529 auf dem Speyrer Reichstag in der Forderung der Reichstagsmehrheit gipfelte, das Wormser Edikt zu exekutieren und die Reformation damit auszuschalten. Die der Reformation zugeneigten Reichsstände haben gegen diesen Beschluß zwar förmlich protestiert (19./20. April 1529) und von daher ihren Namen `Protestanten' erhalten, doch konnte die Protestation nicht die Organisation des Widerstandes ersetzen. Die Wittenberger Reformatoren forderten für ein Bündnis der protestierenden Stände die Einheit in der Lehre. Damit aber wurde aus dem Abendmahlsstreit ein zentrales politisches Problem. Landgraf Philipp von Hessen († 1567), politischer Kopf der Reformation, betrieb zur Herstellung des Bündnisses die Einigung des Bekenntnisses. Das landgräfliche Schloß zu Marburg war vom 1. bis 4. Oktober 1529 der Schauplatz jenes Gesprächs über das Abendmahl, das die führenden Reformatoren von Zürich bis Wittenberg zusammengebracht hatte, um die Bekenntniseinheit herzustellen (WA 30III, 110-159). Die eigentlichen Diskussionspartner waren Zwingli aus Zürich, Johannes Oekolampad († 1531) aus Basel, L. und Melanchthon aus Wittenberg. Über das Ausschlaggebende, die Frage nach der leiblichen Präsenz Christi, konnte eine Einigung nicht erzielt werden. Für L. war das `est' der Einsetzungsworte so zwingend wie für Zwingli die Deutung des `est' als `significat'. Dennoch war Marburg nicht einfach ein Fehlschlag. Das Gespräch hat manches Mißverständnis ausräumen können und mit Ausnahme der Realpräsenz im Abendmahlsartikel sogar zu einem gesamtreformatorischen Bekenntnis geführt (WA 30III, 160-171). Das politische Ergebnis aber war negativ: Der unverglichene Streit um die Realpräsenz hat ein umfassendes Bündnis aller reformatorischen Kräfte verhindert. Sowohl L. als auch Zwingli haben ihre Theologie dem Druck der Politik nicht gebeugt. - Für das Jahr 1530 hatte Kaiser Karl V. einen Reichstag nach Augsburg ausgeschrieben, der eine Chance zur Einigung in der strittigen Religion zu bieten schien. Kurfürst Johann reiste mit seinen politischen und theologischen Räten, allen voran mit Philipp Melanchthon, nach Augsburg, während L. in Coburg, dem südlichsten Ort des Kurfürstentums Sachsen, zurückbleiben mußte. Vom 24. April bis zum 4. Oktober lebte er dort auf der Veste und hat das Geschehen auf dem Reichstag und die Entwicklung des Augsburgischen Bekenntnisses somit nur aus der Ferne durch die Korrespondenz verfolgen können. Eine Vorform der `Confessio Augustana' hat er Kurfürst Johann gegenüber am 15. Mai 1530 mit der berühmt gewordenen Bemerkung akzeptiert: "die gefellet mir fast (= sehr) wol, und weis nichts dran zu bessern noch endern, wurde sich auch nicht schicken, denn ich so sanfft und leise nicht tretten kan" (WAB 5,319,6-8). Auch der endgültigen Fassung hat er zustimmen können, darüber hinaus aber keinerlei Verhandlungsspielraum mehr gesehen. - Das Ergebnis des Augsburger Reichstags war bestürzend. Der Kaiser betrachtete das Bekenntnis der protestierenden Stände als widerlegt und der Reichstagsabschied bestimmte, daß die Neugläubigen bis zum 15. April 1531 zu widerrufen hätten. Das heißt konkret: Bei Verweigerung des Widerrufs droht den Ständen die Reichsacht. L. reagiert auf diese Drohung einmal politisch mit seiner Zustimmung zum Widerstandsrecht der Stände gegen den Kaiser (WAB 5,662; Ende Oktober 1539); das andere Mal meldet er sich literarisch zu Wort mit seiner "Warnung an seine lieben Deutschen" vor einem Religionskrieg (WA 30III, 276-320; Frühjahr 1531). Im damals hessischen Schmalkalden gründeten die protestierenden Stände am 29. Dezember 1530 den nach seinem Gründungsort benannten Schmalkaldischen Bund. Die Tatsache dieses Bundes hat den Kaiser veranlaßt, sich auf den `Nürnberger Anstand' (23. Juli 1532) einzulassen, der bis zum Konzil den Evangelischen die Sicherheit der Religionsausübung zusagte. L. hat diesen Waffenstillstand zu den Wundertaten Gottes gezählt (WAB 6,562,4). - Das Jahr 1536 hat der Reformation eine Teileinigung im Abendmahlsstreit erbracht. Es war der Straßburger Reformator Martin Bucer († 1551), der unermüdlich nach Problemlösungen gesucht hatte und von der Stadt auch unterstützt wurde, weil Straßburg, Mitglied des Schmalkaldischen Bundes, sich stets des politisch gefährlichen Verdachts zu erwehren hatte, der Zwinglischen Abendmahlslehre anzuhängen. Bucer ist es gelungen, L.s Zustimmung zu einem Theologenkonvent zu erlangen, der vom 22. bis 29. Mai in Wittenberg tatsächlich zusammentrat. Die Verhandlungen führten zu einer Einigung, in der L. von seinen Spitzenformulierungen abließ und die Oberdeutschen die leibliche Präsenz Christi zugestanden. Beide Seiten verzichteten auf definitorische Festlegungen, in welcher Weise die Abendmahlselemente Brot und Wein als Leib und Blut Christi dargereicht und empfangen werden (WAB 12,205-212; WA 59, 717f). Die Einigung im Abendmahl führte zur Bewahrung des L.tums in Oberdeutschland. - Mit Datum vom 2. Juni 1536 erließ Papst Paul III. († 1549) das Ausschreiben für ein Konzil nach Mantua, das allerdings nicht zustande kommen sollte. Er entsprach mit dieser Ladung dem Drängen des Kaisers und der deutschen Stände, auf einem Generalkonzil die Religionsfrage zu verhandeln. Der sächsische Kurfürst Johann Friedrich hatte L. aus Anlaß der päpstlichen Berufung um eine Zusammenstellung dessen gebeten, was als evangeliumsgemäße Lehre einem Konzil zu präsentieren sei. Im Dezember 1536 kam L. mit pointiert formulierten Artikeln der Aufforderung seines Landesherrn in der Weise nach, daß er auch die Verwerfungen der falschen Lehre unmißverständlich ins Licht rückte. Man nannte dieses Bekenntnis L.s die `Schmalkaldischen Artikel', obwohl der Bundestag der Schmalkaldener im Januar 1537 sich trotz der Gegenwart ihres Autors nicht dazu verstehen konnte, diese als offizielles Bekenntnis anzuerkennen. Während des Schmalkaldener Bundestages ist L. an Harnverhaltung durch Harnsteine lebensgefährlich erkrankt, so daß er am 26. Februar vorzeitig die Rückreise antreten mußte. Die Fahrt im Wagen wird dazu geführt haben, daß die Steine sich lösen konnten. - In Wittenberg entwickelten sich Auseinandersetzungen im eigenen Kreis. L.s enger Vertrauter Johannes Agricola († 1566) war - nicht zu Unrecht - in den Verdacht geraten, theologische Einwände vorzubringen gegen die Gesetzespredigt in der Kirche des Evangeliums. Innerhalb der Universität zirkulierten zudem Thesen unbekannter Herkunft, die unverdeckt für eine Ausschaltung des Gesetzes aus der Predigt votierten. Diese Thesen der sogenannten Antinomer, der Gesetzesfeinde, beantwortete L. mit eigenen Thesenreihen und ließ darüber im Dezember 1537, dann wiederum im Januar und von neuem im September 1538 im Rahmen der akademischen Lehre disputieren (WA 39I,342-584). Er hat die Notwendigkeit gerade einer christlichen Gesetzespredigt unermüdlich verteidigt. Als L. zusätzlich Anfang 1539 eine Schrift `Wider die Antinomer' veröffentlichte (WA 50,468-477), erhob Agricola Klage bei Kurfürst Johann Friedrich († 1554), mit der überraschenden Folge, daß ein förmliches Untersuchungsverfahren gegen ihn, den Kläger, eingeleitet wurde. Da Kurfürst Joachim II. von Brandenburg († 1571) dem bedrängten Agricola die Stelle eines Hofpredigers in Berlin anbot, nutzte er die Gelegenheit und verließ im August 1540 heimlich Kursachsens Universitätsstadt. Über dem Antinomerstreit ist L.s Freundschaft mit Agricola zerbrochen. Noch nach dessen Weggang ließ er am 1. September 1540 das Problem in Wittenberg von neuem - und nun zum letzten Male - disputieren. - Angeregt durch die Konzilsberufung nach Mantua und durch die Versuche, eine Einigung der zwiespältigen Religion auf der Grundlage der altkirchlichen Konzilien und der Kirchenväter herbeizuführen, hat L. 1539 "Von den Konziliis und Kirchen" veröffentlicht (WA 50,509-653), eine ekklesiologisch reiche Abhandlung über das Wesen der Kirche und die Norm ihrer Lehre und ihres Lebens. Mit dieser Schrift hat L. seiner Ekklesiologie die endgültige Form gegeben. - In das Jahr 1539 fällt L.s Beichtrat an den Landgrafen Philipp von Hessen. Verheiratet mit Christine, der Tochter Herzog Georgs von Sachsen, vermochte der Landgraf in dieser Ehe keine Erfüllung mehr zu finden. Als er im Jahre 1539 das meißnische Edelfräulein Margarete von Sale kennenlernte und deren Mutter auf einer rechtsverbindlichen Ehe bestand, reifte in ihm der Gedanke, nach dem Vorbild der alttestamentlichen Patriarchen eine Nebenehe einzugehen. Vermittelt durch Bucer gaben L. und Melanchthon dem Landgrafen zu verstehen, daß die schöpfungsgemäße und christliche Form der Ehe die Einehe sei. Im äußersten Falle leiblicher Anfechtung lasse Gott aber die Nebenehe zu, um Unzucht und Ehebruch zu verhindern. L. gab deshalb den Rat, geheim eher die Nebenehe einzugehen, als der Unzucht nachzugeben (WAB 8,639-643). Dieser Rat war ein evangelischer Beichtrat in Gewissensnöten, der gewiß kein allgemeines Recht setzt, sich aber das allgemeine Gesetz auch nicht als Evangelium vorschreiben läßt. Die Nebenehe, die Philipp am 4. März 1540 mit Margarete von Sale eingegangen ist, konnte nicht geheimbleiben. Sie wurde ein Fall des Strafrechts und damit der Politik. Der Preis für den kaiserlichen Straferlaß war Philipps Versprechen, den Schmalkaldischen Bund nicht über Deutschland hinaus zu erweitern und den Kaiser in territorialen Ansprüchen zu unterstützen. - Im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel schwelte ein Konflikt, der 1542 auch militärisch zum Ausbruch kam. Herzog Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel († 1568), überzeugter Anhänger der alten Kirche, marschierte gegen die Städte Goslar (Reichsstadt) und Braunschweig (faktisch reichsfrei), die beide zu den Ständen der Augsburgischen Konfession und zum Schmalkaldischen Bund gehörten. Hessische und kursächsiche Truppen eilten den Städten zur Hilfe, so daß der Herzog fliehen mußte und 1545 vom hessischen Landgrafen sogar gefangengenommen wurde. Dem militärischen Kampf ging die Fehde der Federn voraus, an der sich auch L. beteiligt hatte mit seinem Pamphlet `Wider Hans Worst' (WA 51,469-572; 1541). Das ist eine Kampfansage nicht allererst gegen die Person Herzog Heinrichs, sondern nach L.s Zeitverständnis gegen den Teufel und seinen Antichristen, die in dieser Endzeit ihre Verbündeten zum Kampf gegen die Christenheit treiben. Bewußt als Enthüllung apokalyptischer Gefahren veröffentlicht L. im Jahre 1543 eine Reihe von Schimpfschriften wider die Juden: "Von den Juden und ihren Lügen" (WA 53,417-552), "Vom Schem Hamphoras und vom Geschlecht Christi" (WA 53,579-648) und "Von den letzten Worten Davids" (WA 54,28-100). Bekannt geworden ist L.s Vorschlag, die Juden gänzlich ihrer Religion und Kultur zu berauben und sie in Lagern zusammenzufassen - oder sie auszuweisen (WA 53,523-526). Im Judentum vermochte L. zeitlebens nur eine teuflische Gefährdung der Christenheit zu erkennen. - Eine weitere Kampffront ist die päpstliche Kirche. Papst Paul III. hatte in einem Breve vom 24. August 1544 den Kaiser getadelt, daß er statt des Krieges eine Verständigung mit den Ketzern suchte. Dieses Breve und eine schärfere Vorform sind Ende 1544 in Deutschland bekannt geworden. Darauf reagiert L. mit seiner Schmähschrift "Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet" (WA 54,206-299; 1545), in der er wiederum jenen Antichrist enthüllen will, den der Teufel mitten in das Zentrum der Christenheit plaziert hat. - Die letzte Reise führte L. in seinen Geburtsort Eisleben, wohin er gebeten worden war, die Herrschaftsstreitigkeiten unter den gräflichen Brüdern von Mansfeld zu schlichten. Von Wittenberg am 23. Januar 1546 aufgebrochen, konnte er die schwierigen Verhandlungen am 14. Februar erfolgreich abschließen. Die letzten Tage seines Lebens hat er in gelassenem Humor und ohne Beschwerden verbracht. Am Abend des 17. Februar legte er sich in Ruhe zum Schlaf, erwachte aber etwa um 1 Uhr und klagt über Beklemmungen. Von den herbeieilenden Freunden gefragt, ob er bei Christus und bei seiner eigenen Lehre beständig bleiben wolle, antwortet er vernehmlich mit `Ja'. In dieser Nacht des 18. Februar 1546 ist Martin L. etwa um 3 Uhr gestorben. Sein Leichnam wird in der Andreaskirche zu Eisleben aufgebahrt und am 20. Februar feierlich über Halle nach Wittenberg geleitet. Dort trifft der Leichenzug am 22. Februar um 9 Uhr morgens ein und wird zur Schloßkirche geführt, wo die Begräbnisfeierlichkeiten stattfinden. Stadtpfarrer Johannes Bugenhagen († 1558) hält auf deutsch die Gemeindepredigt und Philipp Melanchthon auf latein die Gedenkrede der Universität. Dort in der Schloßkirche unweit des Predigtstuhls, "da er am Leben manniche gewaltige christliche Predigten ... gethan" (WA 54,496,17-19), liegt Martin L. begraben.

Werke: Erste Sammelausgabe von Luthers Schriften - Ad Leonem X Pontificem Maximum, Resolutiones disputationum de virtute indulgentiarum reverendi Patris, ac Sacrae Theologiae doctoris Martini Luther Augustiniani Vuittenbergensis ... [Basel, Johann Froben] Oktober 1518.

Gesamtausgaben des 16. Jahrhunderts - Wittenberger Ausgabe: (Deutsche Schriften) Der Erste [- Zwelffte und letzte] Teil der Bücher D. Mart. Luth. ..., Wittenberg (Hans Lufft) 1539-1559; - (Lateinische Schriften) Tomus primus [- septimus] omnium operum reverendi Domini Martini Lutheri ..., Wittenberg (Hans Lufft, u.a.) 1545-1557. - Jenaer Ausgabe: (Deutsche Schriften) Der Erste [- Achte] Teil aller Bücher und Schrifften des thewren/seligen Mans Doct. Mart. Lutheri, Jena (Christian Rödinger d.Ä., u.a.) 1555-1558; - (Lateinische Schriften) Tomus primus [- quartus] omnium operum Reverendi Patris D.M.L. [Lutheri], Jena (Christian Rödinger d.Ä, u.a.) 1556-1558.

Wissenschaftliche Gesamtausgaben - Erlanger Ausgabe (=EA): Martin Luthers sämtliche Werke, Erlangen 1826-1932. 1. Abt. Homiletische und katechetische Schriften 1 (1826) - 23 (1838); 2. Abt. Reformationshistorische und polemische deutsche Schriften 24 (1830) - 32 (1842); 3. Abt. Exegetische deutsche Schriften 33 (1843) - 52 (1853); 4. Abt. Vermischte deutsche Schriften 53 (1853) - 67 (1867); 5. Abt. Exegetica opera Latina 1 (1829) - 28 (1886); 6. Abt. Opera Latina varii argumenti, Frankfurt/Erlangen 1 (1865) - 7 (1873); 7. Abt. Briefwechsel, hrsg. v. E.L. Enders, Frankfurt/Stuttgart/Leipzig 1 (1884) - 19 (1932); - Weimarer Ausgabe (=WA): D. Martin Luthers Werke, Kritische Gesamtausgabe, Weimar 1883 ff.. - Abt. Schriften 1 (1883) - z. Zt. 65 (1993); Bd. 61 (1983): Inhaltsverzeichnis zur Abteilung Schriften Band 1-60; Bde 62 ff.. (1986 ff..): Register. - Abt. Briefwechsel 1 (1930) - 11 (1948) - Abt. Die Deutsche Bibel 1 (1906) - 12 (1961) - Abt. Tischreden 1 (1912) - 6 (1921) - Abt. Archiv zur Weimarer Ausgabe der Werke Martin Luthers, Texte und Untersuchungen, Köln 1981 ff..; bisher erschienen: Bd. 1 (1991): D. Martin Luther, Operationes in Psalmos 1519-1521, hrsg. v. G. Hammer, Teil 1; Bd. 2 (1981): ...Operationes in Psalmos..., hrsg. v. G. Hammer, Teil 2; Bd. 4 (1985): Luthers Lieder und Kirchengesänge, hrsg. v. M. Jenny.

Wissenschaftliche Studienausgabe: - Luthers Werke in Auswahl (Bonner Ausgabe = BoA), Bd. 1-8, hrsg. v. O. Clemen u.a., 3. und 6. Aufl., Berlin 1962-1967; Martin Luther, Studienausgabe, Bd. 1 - z. Zt. Bd. 5, hrsg. v. H.-U. Delius, Berlin 1979 ff.; Hans Volz, Lutherausgaben: In: RGG3, Bd. 4, Sp. 520-523.

Übersetzungen - Walchsche Ausgabe (=W1): D. Martin Luthers sowohl in Deutscher als Lateinischer Sprache verfertigte und aus der letztern in die erstere übersetzte Sämtliche Schriften, Bd. 1-24, hrsg. v. Johann Georg Walch, Halle 1740-1753. - St. Louiser Ausgabe (= W2): Martin Luthers Sämmtliche Schriften, hrsg. v. Johann Georg Walch. Neue rev. Stereotypausgabe, Bd. 1-23, St. Louis 1883-1910. - Münchener Ausgabe (=Mü): Martin Luther, Ausgewählte Werke, 3. Aufl. Bd. 1-6, Ergänzungsreihe Bd. 1-7, hrsg. v. H.H. Borcherdt, G. Merz, München 1958-1965. - Luther Deutsch, Bd 1-10, Ergänzungsband: Lutherlexikon, hrsg. v. K. Aland, Stuttgart/Göttingen 1957-1974. - Luthers Works, vol. 1-54, ed. J. Pelikan a.o., St. Louis/Philadelphia 1958-1976. - Martin Luther, Œuvres, vol. 1 (1957) - 12 (1985), 15 (1969) - 17 (1977), publ. sous les auspices de l'Alliance nationale des Églises luthériennes des France..., Genève 1957 sqq.

Quellensammlungen: Neues Urkundenbuch zur Geschichte der evangelischen Kirchen-Reformation, hrsg. v. Carl. E. von Förstemann, Hamburg 1842 [Hildesheim 1976]; Akten und Briefe zur Kirchenpolitik Herzog Georgs von Sachsen, Bd. 1: 1517-1524; Bd. 2: 1525-1527, Leipzig 1905, 1917 [Leipzig/Köln 1985]; Das Buch der Reformation, hrsg. v. K. Kaulfuß-Diesch, Leipzig 1917; Die Kirche im Zeitalter der Reformation, hrsg. v. H.A. Oberman, 3. Aufl. Neukirchen-Vluyn 1988; 1521-1971, Luther in Worms, hrsg. v. J. Rogge, Witten 1971; Dokumente zu Luthers Entwicklung, hrsg. v. O. Scheel, 2. Aufl. Tübingen 1929.

Lit.: Hilfsmittel zum Quellenstudium - Josef Benzing, Lutherbibliographie, Verzeichnis der gedruckten Schriften Luthers bis zu dessen Tod, Baden-Baden 1966; - Helmut Claus, M.A. Pegg, Ergänzungen zur Bibliographie der zeitgenössischen Lutherdrucke, Gotha 1982; - Helmut Kind, Die Lutherdrucke des 16. Jahrhunderts und die Lutherhandschriften der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Göttingen 1967; - Verzeichnis der im Deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des XVI. Jahrhunderts - VD 16 -, hrsg. v. Bayerische Staatsbibliothek in München, Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, I. Abt. Bd. 12: Lut - Mann, Stuttgart 1988; - Eike Wolgast, Die Wittenberger Luther-Ausgabe, Zur Überlieferungsgeschichte der Werke Luthers im 16. Jahrhundert. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens, Bd. 11, Lieferung 1-2, Frankfurt/M 1970; - Kurt Aland, E.O. Reichert, G. Jordan, Hilfsbuch zum Lutherstudium, 3. Aufl. Witten 1970; - Heinrich Bach, Laut- und Formenlehre der Sprache Luthers, Kopenhagen 1974; - Ders., Handbuch der Luthersprache, Laut- und Formenlehre in Luthers Wittenberger Drucken bis 1545, Bd. 1: Vokalismus, Kopenhagen 1974; Bd. 2: Druckschwache Silben, Konsonantismus, Kopenhagen 1985.

Hilfsmittel zum Lutherstudium - Karl Schottenloher, Bibliographie zur deutschen Geschichte im Zeitalter der Glaubensspaltung 1517-1585, 6 Bde, 2. Aufl. Stuttgart 1956-58; Bd. 7: Das Schrifttum von 1938-1960, hrsg. v. U. Thürauf, Stuttgart 1966; - British Museum, General Catalogue of Printed Books, vol. 146, London 1962, cols. 620-878; - Kenneth Hagen, F. Posset, T. Thomas, Annotated Bibliography of Luther Studies 1984-1989, St. Louis 1991; - Lutherjahrbuch, Organ der internationalen Lutherforschung 1 ff. (1919 ff.), z.Zt. Göttingen; - Archiv für Reformationsgeschichte /Archive for Reformation History 1 ff. (1903/04 ff.) z.Zt. Gütersloh; - Archiv für Reformationsgeschichte, Beiheft: Literaturbericht 1 ff. (1972 ff.), Gütersloh; - Luther, Zeitschrift der Luther-Gesellschaft 1 ff. (1919 ff.), z.Zt. Göttingen; - Positions luthériennes 1 ff. (1953 ff.), Paris ; - Georg Buchwald, Luther-Kalendarium, Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte Jahrgang 47,2 Nr. 147, 2. Aufl. Leipzig 1929; - Andrea van Dülmen, Luther-Chronik, Daten zu Leben und Werk, München 1983; - Herbert Wolf, Eine Einführung in germanistische Luther-Studien, Stuttgart 1980; - Ders., Germanistische Luther-Bibliographie, Heidelberg 1985.

Kataloge und Sammelwerke - Horst Bartel, G. Brendler, Martin Luther, Leistung und Erbe, Berlin 1986; - Heinrich Bornkamm, Luther, Gestalt und Wirkungen, Gütersoh 1975; - Gerhard Bott (Hrsg.), Martin Luther und die Reformation in Deutschland, Ausstellung zum 500. Geburtstag Martin Luthers, Frankfurt/M. 1983; - Gerhard Bott, G. Ebeling, B. Moeller (Hrsg.), Luther, Sein Leben in Bildern und Texten, Frankfurt/M 1983; - Luthers Wirkung, Festschrift Martin Brecht, hrsg. v. W.D. Hauschild u.a., Stuttgart 1992; - Peter A. Dykema, H.A. Oberman (eds), Anticlericalism in Late Medieval and Early Modern Europe, Leiden 1993; - Gerhard Hammer, K.-H. zur Mühlen (Hrsg.), Lutheriana, Zum 500. Geburtstag Martin Luthers, Köln 1984; - Erwin Iserloh, Kirche, Ereignis und Institution, Aufsätze und Vorträge, Bd. 2: Geschichte und Theologie der Reformation, Münster 1985; - Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983; - Lehrverurteilungen - kirchentrennend?, Bd. 2: Materialien zu den Lehrverurteilungen und zur Theologie der Rechtfertigung, hrsg. v. K. Lehmann, Freiburg/Göttingen 1990, Bd. 3: Materialien zur Lehre von den Sakramenten und vom kirchlichen Amt, hrsg. v. W. Pannenberg, Freiburg/Göttingen 1990; - Bernhard Lohse, Evangelium in der Geschichte, Studien zu Luther und der Reformation, hrsg. v. L. Grane u.a., Göttingen 1988; - Martin Luther, 1483 bis 1546, hrsg. v. Staatl. Lutherhalle Wittenberg, Wittenberg o.J.; - Peter Manns (Hrsg.), Martin Luther, "Reformator und Vater im Glauben", Stuttgart 1985; - Bernd Moeller, Ders., Die Reformation und das Mittelalter, Kirchenhistorische Aufsätze, hrsg. v. J. Schilling, Göttingen 1991; - Gerhard Müller, Causa Reformationis. Beiträge zur Reformationsgeschichte und zur Theologie Martin Luthers, hrsg. v. G. Maron, G. Seebaß, Gütersloh 1989; - Heiko A. Oberman, Die Reformation, Von Wittenberg nach Genf, Göttingen 1986; - Volker Press, D. Stievermann (Hrsg.), Martin Luther, Probleme seiner Zeit, Stuttgart 1986; - Joachim Rogge, Martin Luther, Sein Leben, seine Zeit, seine Wirkungen, Berlin 1982; - Martin Luther, Dokumente seines Lebens und Wirkens, hrsg. v. Staatl. Archivverwaltung der DDR, Weimar 1983; - Leo Stern, M. Steinmetz (Hrsg.), 450 Jahre Reformation, Berlin 1967; - Günter Vogler (Hrsg.), Martin Luther, Leben, Werk, Wirkung, Berlin 1983.

(Internationale Kongresse für Lutherforschung) - Aarhus 1956: Lutherforschung heute, hrsg. v. V. Vajta, Berlin 1958; - Münster 1960: Luther und Melanchthon, hrsg. v. V. Vajta, Göttingen 1961; - Järvenpää 1966: Kirche, Mystik, Heiligung und das Natürliche bei Luther, hrsg. v. I. Asheim, Göttingen 1967; - St. Louis 1971: Luther and the Dawn of the Modern Era, ed. by H.A. Oberman, Leiden 1974; - Lund 1977: Luther und die Theologie der Gegenwart, hrsg. v. L. Grane, B. Lohse, Göttingen 1980; - Erfurt 1983: Martin Luther 1483-1983, Werk und Wirkung, hrsg. v. H. Junghans, Göttingen 1985 (= LuJ 52). Oslo 1988: Luthers Theologie als Weltverantwortung, Absichten und Wirkungen - Responsibility for the World, Luther's Intentions and their Effects, hrsg. v. H. Junghans, Göttingen 1990 (= LuJ 57).

Biographische Gesamtdarstellungen und Einzeluntersuchungen - Roland Bainton, Martin Luther, hrsg. v. B. Lohse, Göttingen 1980; - Heinrich Böhmer, Der junge Luther, hrsg. v. H. Bornkamm, 6. Aufl. Stuttgart 1971; - Heinrich Bornkamm, Martin Luther in der Mitte seines Lebens, Göttingen 1979; - Martin Brecht, Martin Luther, 3 Bde, Stuttgart 1981-1987; - Gerhard Brendler, Martin Luther, Theologie und Revolution, Berlin/Köln 1983; - Erik H. Erikson, Young Man Luther, A Study in Psychoanalysis and History, New York 1958; deutsch: Der junge Mann Luther. Eine psychoanalytische und historische Studie, Frankfurt/M. 1975; - Heinrich Fausel, D. Martin Luther, Leben und Werk, 2 Bde, Gütersloh 1966; - Werner Gaude, Zur Krankengeschichte Martin Luthers. In: Beiträge zur Geschichte der Universität Erfurt (1392-1816) Bd. 19, Erfurt 1979/83, 113-163; - Eric W. Gritsch, Martin, God's Court Jester, Philadelphia 1983; - Julius Köstlin, G. Kawerau, Martin Luther, Sein Leben und seine Schriften, 2 Bde, 5. Aufl. Berlin 1903; - Ernst Kroker, Katharina von Bora, Luthers Frau, 12. Aufl. Berlin 1972; - Marc Lienhard, Martin Luther, Un temps, une vie, un message, Paris/Genf 1983; - Walther von Loewenich, Martin Luther, Der Mann und das Werk, München 1982; - Bernhard Lohse, Martin Luther, Eine Einführung in sein Leben und Werk, 2. Aufl. München 1982; - Peter Manns, H.N. Loose, Martin Luther, Leben, Glauben, Wirkung, Freiburg 1983; - Heiko A. Oberman, Luther, Mensch zwischen Gott und Teufel, 3. Aufl. Berlin 1987; - Otto Scheel, Martin Luther, 2 Bde, 3./4. Aufl. Tübingen 1921/30; - Christof Schubart, Die Berichte über Luthers Tod und Begräbnis, Texte und Untersuchungen, Weimar 1917; - Reinhard Schwarz, Luther, Göttingen 1986; - Luther im Portrait, Durckgrafik 1550-1900, hrsg. v. Stadt Oeynhausen, Marburg 1983; - Jan D. Kingston Siggins, Luther and his Mother, Philadelphia 1981; - Gert Wendelborn, Martin Luther, Leben und reformatorisches Werk, Berlin/Köln 1983.

Untersuchungen zu einzelnen Ereignissen in Luthers Leben - (Augustiner-Eremitenorden): - Heinrich Böhmer Luthers Romfahrt, Leipzig 1914; - Egon Gindele u.a. (Hrsg.), Bibliographie zur Geschichte und Theologie des Augustiner-Eremitenordens bis zum Beginn der Reformation, Berlin 1977; - Scott H. Hendrix, Luther's Loyalties and the Augustinian Order. In: Festschrift Heiko A. Oberman, hrsg. v. K. Hagen, Leiden 1990, 236-257; - Theodor Kolde, Die deutsche Augustiner-Congregation und Johann von Staupitz, Gotha 1879; - Adalbero Kunzelmann, Geschichte der deutschen Augustinereremiten, Bd. 5: Die sächsisch-thüringische Provinz und die sächsische Reformkongregation bis zum Untergang der beiden, Würzburg 1974; - Bernhard Lohse, Mönchtum und Reformation, Göttingen 1963; - Hans Meinolf Stamm, Luthers Stellung zum Ordensleben, Wiesbaden 1980; - David C. Steinmetz, Luther and Staupitz, An Essay in the Intellectual Origins of the Protestant Reformation, Durham 1980; - Herbert Vossberg, Im heiligen Rom, Luthers Reiseeindrücke 1510-1511, Berlin 1966; - Reinhold Weijenborg, Neuentdeckte Dokumente im Zusammenhang mit Luthers Romreise. In: Antonianum 32 (1957) 147-202; - Markus Wriedt, Gnade und Erwählung, Eine Untersuchung zu Johann von Staupitz und Martin Luther, Mainz 1991; - Ernst Wolf, Staupitz und Luther, Leipzig 1927.

(Akademische Ausbildung) - Helmar Junghans, Der junge Luther und die Humanisten, Weimar 1984; - Erich Kleineidam, Universitas Studii Erffordendis 1392-1521, Bd. 2: 1460-1521, Leipzig 1969; - Wolfgang Rochler, Luther und die mittelalterlichen Mystiker, Ein forschungsgeschichtlicher Überblick von Ullmann bis zum Dritten Internationalen Kongreß für Lutherforschung 1966, Diss. theol. (masch.) Leipzig 1973; - Manfred Schulze, Von der Via Gregorii zur Via Reformationis, Zum Streit um Augustin im Mittelalter, Diss. theol. (masch.) Tübingen 1980; - Hermann Steinlein, Luthers Doktorat, Leipzig 1912; - Paul Vignaux, Luther, Lecteur de Gabriel Biel. In: Église et théologie 22 (1959) 33-52.

(Universität Wittenberg und erste akademische Lehre) - Michael Baylor, Action and Person, Conscience in Late Scholasticism and the Young Luther, Leiden 1977; - Theo Bell, Divus Bernhardus, Bernhard von Clairvaux in Martin Luthers Schriften, Mainz 1993; - Martin Brecht, Antiklerikalismus beim jungen Luther? In: Anticlericalism in Late Medieval and Early Modern Europe, ed. by Peter A. Dykema, H.A. Oberman, Leiden 1993, 343-351; - Gerhard Ebeling, Die Anfänge von Luthers Hermeneutik; - ders., Luthers Psalterdruck vom Jahre 1511. In: Lutherstudien Bd. 1, Tübingen 1971, 1-68, 69-131; - Walter Friedensburg, Geschichte der Universität Wittenberg, Halle 1917; - Ders., Urkunden der Universität Wittenberg, Bd. 1: 1502-1611, Magdeburg 1926; - Adolf Hamel, Der junge Luther und Augustin, Ihre Beziehungen in der Rechtfertigungslehre nach Luthers ersten Vorlesungen 1509-1518 untersucht, 2 Bde, Gütersloh 1934/35; - Berndt Hamm, Frömmigkeitstheologie am Anfang des 16. Jahrhunderts, Tübingen 1982; - Scott H. Hendrix, Ecclesia in Via, Ecclesiological Developments in the Medieval Psalms Exegesis and the Dictata super Psalterium of Martin Luther, Leiden 1974; - Helmar Junghans, Wittenberg als Lutherstadt, Berlin 1979; - Ulrich Mauser, Der junge Luther und die Häresie, Gütersloh 1968; - James S. Preus, From Shadow to Promise, Old Testament Interpretation from Augustine to the Young Luther, Cambridge (Mass.) 1969; - Siegfried Raeder, Das Hebräische bei Luther, untersucht bis zum Ende der ersten Psalmenvorlesung, Tübingen 1961; - Tarald Rasmussen, Inimici Ecclesiae, Das ekklesiologische Feindbild in Luthers "Dictata super Psalterium", Leiden 1989; - Eleanor Roach, R. Schwarz (Hrsg.), Martin Luther, Wolfenbütteler Psalter, 2 Bde., Frankfurt/M 1983; - Kurt-Victor Selge, Ekklesiologisch-heilsgeschichtliches Denken beim frühen Luther. In: Festschrift Heiko A. Oberman, hrsg. v. K. Hagen, Leiden 1990, 259-285; - Joseph Vercruysse, Fidelis Populus, Wiesbaden 1968; - Erich Vogelsang, Die Anfänge von Luthers Christologie nach der ersten Psalmenvorlesung, Berlin 1929.

(Gegen die scholastische Theologie) - Karl Bauer, Die Wittenberger Universitätstheologie und die Anfänge der deutschen Reformation, Tübingen 1925; - Helmut Feld, Martin Luthers und Wendelin Steinbachs Vorlesungen über den Hebräerbrief, Wiesbaden 1971; - Leif Grane, Contra Gabrielem, Luthers Auseinandersetzung mit Gabriel Biel in der Disputatio Contra Scholasticam Theologiam 1517, Gyldendal 1962; - Ders., Modus Loquendi Theologicus, Luthers Kampf um die Erneuerung der Theologie (1515-1518), Leiden 1975; - Hans Hübner, Rechtfertigung und Heiligung in Luthers Römerbriefvorlesung, Witten 1965; - Wilhelm Link, Das Ringen Luthers um die Freiheit der Theologie von der Philosophie, 2. Aufl. München 1955; - Bernhard Lohse, Zum Wittenberger Augustinismus, Augustins Schrift De Spiritu et Littera in der Auslegung bei Staupitz, Luther und Karlstadt. In: Festschrift Heiko A. Oberman, hrsg. v. K. Hagen, Leiden 1990, 89-109; - Reinhard Schwarz, Fides, spes und caritas beim jungen Luther, Berlin 1962.

Heidelberger Disputation) - Heinrich Bornkamm, Die theologischen Thesen Luthers bei der Heidelberger Disputation 1518 und seine theologia crucis. In: Ders., Luther, Gestalt und Wirkungen, Gütersloh 1975, 130-146; - Walther von Loewenich, Luthers Theologica Crucis, 5. Aufl. Witten 1967; - Ders., Zur Diskussion über Luthers theologia crucis, Versuch einer Bilanz. In: Zum Gedenken an Joseph Lortz (1887-1975), hrsg. v. R. Decot, R. Vinke, Wiesbaden 1989, 323-336; - Karl-Heinz zur Mühlen, Luthers Kritik am scholastischen Aristotelismus in der 25. These der "Heidelberger Disputation" von 1518. In: LuJ 48 (1981) 54-79; - Heinz Scheible, Die Universität Heidelberg und Luthers Disputation. In: ZGORh 131 (1983) 309-329; - Rune Söderlund, Der meritum-Begriff der "Heidelberger Disputation" im Verhältnis zur mittelalterlichen und späteren reformatorischen Theologie. In: LuJ 48 (1981) 44-53; - Edgar Thaidigsmann, Kreuz und Wirklichkeit, Zur Aneignung der "Heidelberger Disputation" Luthers, LuJ 48 (1981) 80-96; - Jos E. Vercruysse, Gesetz und Liebe, Die Struktur der "Heidelberger Disputation" Luthers (1518). In: LuJ 48 (1981) 7-43.

(Ablaßstreit) - Kurt Aland, Die 95 Thesen Martin Luthers und die Anfänge der Reformation, Gütersloh 1983; - Remigius Bäumer, Die Diskussion um Luthers Thesenanschlag, Forschungsergebnisse und Forschungsaufgaben. In: August Franzen (Hrsg.), Um Reform und Reformation. Zur Frage nach dem Wesen des "Reformatorischen" bei Martin Luther, Münster 1968, 53-95; - Klemens Honselmann, Urfassung und Drucke der Ablaßthesen Martin Luthers und ihre Veröffentlichung, Paderborn 1966; - Erwin Iserloh, Luther zwischen Reform und Reformation, Der Thesenanschlag fand nicht statt, 3. Aufl. Münster 1968; - Friedhelm Jürgensmeier, Erzbischof Albrecht von Brandenburg 1490-1545, Ein Kirchen- und Reichsfürst der Frühen Neuzeit, Frankfurt 1991; - Ernst Kähler, Die 95 Thesen, Inhalt und Bedeutung. In: Luther 38 (1967) 114-124; - Paul Kalkoff, Ablaß und Reliquienverehrung an der Schloßkirche zu Wittenberg unter Friedrich dem Weisen, Gotha 1907; - Bernd Moeller, Die letzten Ablaßkampagnen, Der Widerspruch Luthers gegen den Ablaß in seinem geschichtlichen Zusammenhang. In: Ders., Die Reformation und das Mittelalter, hrsg. v. J. Schilling, Göttingen 1991, 53-72; - Hans-Christoph Rublack, Neuere Forschungen zum Thesenanschlag Luthers. In: HJ 90 (1970) 329-343; - Hans Volz, Martin Luthers Thesenanschlag und dessen Vorgeschichte, Weimar 1959; - Ders., Die Urfassung von Luthers 95 Thesen. In: ZKG 78 (1967) 67-93.

(Luthers römischer Prozeß) - Remigius Bäumer (Hrsg.), Lutherprozeß und Lutherbann, Münster 1972; - Hans Beschorner, Die sogenannte Bannbulle und ihre angebliche Verbrennung durch Luther am 10. Dezember 1520. In: Festschrift Hellmut Kretzschmar, hrsg. v. Staatliche Archivverwaltung, Berlin 1953, 315-327; - Karel Blockx, De veroordeling van Maarten Luther door de Theologische Faculteit te Leuven in 1519, Brüssel 1958; - Ders., The Faculty of Theology in conflict with Erasmus and Luther. In: Louvain-Studies 1975, 353-363; - Heinrich Boehmer, Luther und der 10. Dezember 1520. In: Ders., Studien zur Kirchengeschichte, München 1974; - Wilhelm Borth, Die Luthersache (Causa Lutheri) 1517-1524, Lübeck 1970; - Peter Fabisch, E. Iserloh (Hrsg.), Dokumente zur Causa Lutheri (1517-1521), 2 Bde, Münster 1988-1991; - Gerhard Hennig, Cajetan und Luther, Ein historischer Beitrag zur Begegnung von Thomismus und Reformation, Stuttgart 1966; - Paul Kalkoff, Forschungen zu Luthers römischem Prozeß, Rom 1905; - Ders., Die Miltitziade, Leipzig 1911; - Ders., Die von Cajetan verfaßte Ablaßdekretale. In: ARG 9 (1911/12) 142-171; - Hans-Günther Leder, Ausgleich mit dem Papst? Luthers Haltung in den Verhandlungen mit Miltitz 1520, Berlin/Stuttgart 1969; - Ingetraut Ludolphy, Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen 1463-1525, Göttingen 1984; - Gerhard Müller, Die römische Kurie und die Anfänge der Reformation. In: Causa Reformationis, Gütersloh 1989, 79-110; - Daniel Olivier, Der Fall Luther, Geschichte einer Verurteilung 1517-1521, Stuttgart 1972; - Alois Schulte, Die römischen Verhandlungen über Luther 1520. In: QFIAB 6 (1904) 32-52, 174-176, 374-378; - Kurt-Victor Selge, Das Autoritätengefüge der westlichen Christenheit im Lutherkonflikt 1517-1521. In: HZ 223 (1976) 591-617; - Jared Wicks, Cajetan und die Anfänge der Reformation, Münster 1983.

(Leipziger Disputation) - Frans T. Bos, Luther in het oordeel van de Sorbonne, Amsterdam 1974; - Leif Grane, Gregor von Rimini und Luthers Leipziger Disputation. In: Studia Theologica Lundensia 22 (1968) 29-49; - Erwin Iserloh, Johannes Eck (1486-1543), Scholastiker, Humanist, Kontroverstheologe, Münster 1981; - Helmar Junghans, Der Laie als Richter im Glaubensstreit der Reformationszeit. In: LuJ 39 (1972) 31-54; - Ernst Kähler, Beobachtungen zum Problem von Schrift und Tradition in der Leipziger Disputation von 1519. In: Festschrift Ernst Wolf, hrsg. v. H. Gollwitzer, München 1962, 214-229; - Heiko A. Oberman, Wittenbergs Zweifrontenkrieg gegen Prierias und Eck. Hintergrund und Entscheidungen des Jahres 1518. In: ZKG 80 (1969) 331-358; - Kurt-Victor Selge, Der Weg zur Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck im Jahr 1519. In: Festschrift Hans von Campenhausen, hrsg. v. B. Moeller, G. Ruhbach, Tübingen 1973, 169-210; - Ders., Die Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck. In: ZKG 86 (1975) 26-40.

(Vor Kaiser und Reich) - Karl Brandi, Kaiser Karl V., Werden und Schicksal einer Persönlichkeit und eines Weltreiches, Bd. 1, 7. Aufl. München 1964; - Bd. 2, 2. Aufl. Darmstadt 1967; - Paul Kalkoff, Die Depeschen des Nuntius Aleander vom Wormser Reichstag 1521, 2. Aufl. Halle 1897; - Eberhard Kessel, Luther vor dem Reichstag zu Worms 1521. In: Festschrift Paul Kirn, hrsg. v. E. Kaufmann, Berlin 1961, 172-190; - Bernhard Lohse, Luthers Antwort in Worms. In: Luther 29 (1958) 124-134; - Ingetraut Ludolphy, Die Voraussetzungen der Religionspolitik Karls V., Stuttgart 1965; - Heinrich Lutz, Das Reich, Karl V. und der Beginn der Reformation, Bemerkungen zu Luther in Worms 1521. In: Heinrich Fichtenau, E. Zöllner (Hrsg.), Beiträge zur neueren Geschichte Österreichs, Wien 1974, 47-70; - Fritz Reuter (Hrsg.), Der Reichstag zu Worms von 1521, Reichspolitik und Luthersache, Worms 1971; - Heinz Scheible, Die Gravamina, Luther und der Wormser Reichstag 1521; In: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 39 (1972) 167-183; - Hans von Schubert, Die Vorgeschichte der Berufung Luthers auf den Reichstag zu Worms 1521, Heidelberg 1912; - Ferdinand Seibt, Karl V., Der Kaiser und die Reformation, Berlin 1990.

(Wartburgzeit und Wittenberger Reformation) - Hermann Barge, Andreas Bodenstein von Karlstadt, 2 Bde, Leipzig 1905 [Nieuwkoop 1968]; - Heinz Bluhm, Bedeutung und Eigenart von Luthers Septembertestament, Eine Analyse von Römer 3,19-31. In: LuJ 39 (1972) 55-79; - Ders., Martin Luther - Creative Translator, St. Louis 1965; - Martin Brecht, Luther und die Wittenberger Reformation während der Wartburgzeit. In: G. Vogler (Hrsg.), Martin Luther, Leben, Werk, Wirkung, Berlin 1983, 73-90; - Ulrich Bubenheimer, Scandalum et ius divinum. Theologische und rechtstheologische Probleme der ersten reformatorischen Innovationen in Wittenberg 1521/22. In: ZSavRGkan 59 (1973) 263-342; - Ders., Luthers Stellung zum Aufruhr in Wittenberg 1520-1522 und die frühreformatorischen Wurzeln des landesherrlichen Kirchenregiments. In: ZSavRGkan 71 (1985) 147-214; - Hans-Jürgen Goertz, Religiöse Bewegungen in der frühen Neuzeit, München 1993; - Mark U. Edwards Jr., Luther and the False Brethren, Stanford 1975; - Sönke Hahn, Luthers Übersetzungsweise im Septembertestament von 1522, Hamburg 1973; - Helmar Junghans, Freiheit und Ordnung bei Luther während der Wittenberger Bewegung und der Visitationen. In: ThLZ 97 (1972) 95-104; - Karl Müller, Luther und Karlstadt, Tübingen 1907; - Nikolaus Müller, Die Wittenberger Bewegung 1521 und 1522, 2. Aufl. Leipzig 1911; - James S. Preus, Carlstadt's "Ordinaciones" and Luther's Liberty, A Study of the Wittenberg Movement 1521-22, Cambridge (Mass.) 1974; - Heimo Reinitzer, Biblia deutsch, Luthers Bibelübersetzung und ihre Tradition. (Ausstellungskatalog der Herzog August Bibliothek, Bd. 40), Braunschweig 1983; - Ronald J. Sider, Andreas Bodenstein von Karlstadt, The Development of his Thought 1517-1525, Leiden 1974; - Ders., Karlstadt's Battle with Luther, Documents in a Liberal - Radical Debate, Philadelphia 1978; - Hans Volz, Martin Luthers deutsche Bibel, hrsg. v. Henning Wendland, Hamburg 1978.

(Praktische Gemeindereform) - Ivar Asheim, Glaube und Erziehung bei Luther, Heidelberg 1961; - Georg Baesecke, Luther als Dichter, Halle 1935; - Michael Beyer, Martin Luther und das Kirchengut, ekklesiologische und sozialethische Aspekte der Reformation, Diss. theol. (masch.) Leipzig 1984; - Ders., Die Neuordnung des Kirchengutes. In: Das Jahrhundert der Reformation in Sachsen, hrsg. v. H. Junghans, Berlin 1989, 91-112; - Adolf Boes, Die reformatorischen Gottesdienste in der Wittenberger Pfarrkirche von 1523 an. In: JLH 4 (1958/59) 1-40; - Friedrich Falk, Luthers Schrift an die Ratsherrn der deutschen Städte und ihre geschichtliche Wirkung auf die deutsche Schule. In: LuJ 19 (1937) 55-114; - Ronald L. Gould, The Latin Lutheran Mass at Wittenberg 1523-1545, Ann Arbor 1970; - Gerhard Hahn, Evangelium als literarische Anweisung. Zu Luthers Stellung in der Geschichte des deutschen kirchlichen Liedes, München 1981; - Markus Jenny, Luthers Gesangbuch. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 303-330; - Ders., Luther, Zwingli, Calvin in ihren Liedern, Zürich 1983; - Christhard Mahrenholz, Luther und die Kirchenmusik, Kassel 1937; - Hans B. Meyer SJ, Luther und die Messe, Paderborn 1965; - Johannes Meyer, Historischer Kommentar zu Luthers kleinem Katechismus, Gütersloh 1929; - Karl Müller, Kirche, Gemeinde, Obrigkeit, Tübingen 1910; - Albrecht Peters, Kommentar zu Luthers Katechismen, z.Zt. 3 Bde., hrsg. v. G. Seebaß, Göttingen 1990-1992; - Frieder Schulz, Die Gebete Luthers, Gütersloh 1976; - Ders., Der Gottesdienst bei Luther. In: Helmar Junghans, Leben und Werk Martin Luthers, 297-302; - Elfriede Starke, Luthers Beziehungen zu Kunst und Künstlern. In: Helmar Junghans, Leben und Werk Martin Luthers, 531-548; - Wolfgang Stein, Das kirchliche Amt bei Luther, Wiesbaden 1964; - Karl Trüdinger, Luthers Briefe und Gutachten an weltliche Obrigkeiten zur Durchführung der Reformation, Münster 1975; - Vilmos Vajta, Die Theologie des Gottesdienstes bei Luther, 3. Aufl. Göttingen 1959.

(Gegen "Schwärmer" und Bauern) - Paul Althaus, Luthers Haltung im Bauernkrieg, 4. Aufl. Darmstadt 1971; - Roland H. Bainton, The Development and Consistency of Luther's Attitude to Religious Liberty. In: HThR 22 (1929) 107-149; - Peter Blickle (Hrsg.), Revolte und Revolution in Europa, HZ Beiheft 4 (1975); - Ders., Die Revolution von 1525, 2. Aufl. München 1981; - Heinrich Bornkamm, Das Problem der Toleranz im 16. Jahrhundert. In: Ders., Das Jahrhundert der Reformation, 2. Aufl. Göttingen 1966, 262-291; - Siegfried Bräuer, Die Vorgeschichte von Luthers "Ein Brief an die Fürsten zu Sachsen von dem aufrührerischen Geist". In: LuJ 47 (1980) 40-70; - Karl D. Erdmann, Luther über den gerechten und ungerechten Krieg, Hamburg 1984; - Hajo Gerdes, Luthers Streit mit den Schwärmern und das rechte Verständnis des Gesetzes Mose, Göttingen 1955; - Leif Grane, Thomas Müntzer und Martin Luther. In: Bernd Moeller (Hrsg.), Bauernkriegs-Studien, Gütersloh 1975, 69-97; - Martin Greschat, Luthers Haltung im Bauernkrieg. In: ARG 56 (1965) 31-47; - Carl Hinrichs, Luther und Müntzer, Ihre Auseinandersetzung über Obrigkeit und Widerstandsrecht, 2. Aufl. Berlin 1962; - Karl Holl, Luther und die Schwärmer. In: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Kirchengeschichte, Bd. 1: Luther, 7. Aufl. Tübingen 1948, 420-467; - Heinrich Hoffmann, Reformation und Gewissensfreiheit. In: ARG 37 (1940) 170-188; - Robert Kolb, The Theologians and the Peasants, Conservative Evangelical Reactions to the German Peasants Revolt. In: ARG 69 (1978) 103-131; - Hermann Kunst, Martin Luther und der Krieg, Stuttgart 1968; - Adolf Laube, H. Loewen, Luther and the Radicals, Waterloo (Ont.) 1974; - Bernhard Lohse, Luther und der Radikalismus. In: LuJ 44 (1977) 7-27; - Joseph Lecler, Geschichte der Toleranz und Religionsfreiheit im Zeitalter der Reformation, 2 Bde., Stuttgart 1965; - Friedrich Lütge, Luthers Eingreifen in den Bauernkrieg in seinen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen und Auswirkungen. In: Ders., Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Stuttgart 1963, 112-144; - Bernd Moeller (Hrsg.), Bauernkriegs-Studien, Gütersloh 1975; - Günter Mühlpfordt, Luther und die "Linken", Eine Untersuchung seiner Schwärmerterminologie. In: Günter Vogler (Hrsg.), Martin Luther, Leben, Werk, Wirkung, Berlin 1983, 325-345; - Erwin Mülhaupt, Luther über Müntzer, Witten 1973; - Heiko A. Oberman (Hrsg.), Deutscher Bauernkrieg 1525, ZKG 85 (1974) Sonderheft; - Ulrich Scheuner, Staatsräson und religiöse Einheit des Staates, Zur Religionspolitik in Deutschland im Zeitalter der Glaubensspaltung. In: Roman Schnur (Hrsg.), Staatsräson, Studien zur Geschichte eines politischen Begriffs, Berlin 1975, 363-405; - John Stanley Oyer, Lutheran Reformers against Anabaptists, Luther, Melanchthon and Menius and the Anabaptists of Central Germany, Den Haag 1964; - Karl G. Steck, Luther und die Schwärmer, Zürich 1955; - Johannes Wallmann, Ein Friedensappell, Luthers letztes Wort im Bauernkrieg. In: Festschrift Ernst Steinbach, Tübingen 1976, 57-75; - Rainer Wohlfeil, Reformation oder frühbürgerliche Revolution? München 1972; - Ders. (Hrsg.), Der Bauernkrieg 1524-1526, Bauernkrieg und Reformation, München 1975.

(Reformatorische Entzweiungen, siehe auch unten: Sakramente) - Ernst Bizer, Studien zur Geschichte des Abendmahlsstreits im 16. Jahrhundert, 3. Aufl. Darmstadt 1972; - Ulrich Gäbler, Huldrych Zwingli im 20. Jahrhundert, Forschungsbericht und annotierte Bibliographie 1897-1972, Zürich 1975; - Eberhard Grötzinger, Luther und Zwingli, Die Kritik an der mittelalterlichen Lehre von der Messe als Wurzel des Abendmahlsstreites, Zürich 1980; - Walther Köhler, Zwingli und Luther, Ihr Streit über das Abendmahl nach seinen politischen und religiösen Beziehungen, 2 Bde, Leipzig 1924, Gütersloh 1953; - Ders., Das Marburger Religionsgespräch 1529, Versuch einer Rekonstruktion, Leipzig 1929; - Gottfried May (Hrsg.), Das Marburger Religionsgespräch 1529, 2. Aufl. Gütersloh 1979; - Gottfried W. Locher, Die Zwinglische Reformation im Rahmen der europäischen Kirchengeschichte, Göttingen 1978.

(Antinomerstreit) - Steffen Kjeldgaard-Pedersen, Gesetz, Evangelium und Buße, Theologiegeschichtliche Studien zum Verhältnis zwischen dem jungen Johann Agricola (Eisleben) und Martin Luther, Leiden 1989; - Joachim Rogge, Johann Agricolas Lutherverständnis unter besonderer Berücksichtigung des Antinomismus, Berlin 1960; - Ders., Innerlutherische Streitigkeiten um Gesetz und Evangelium, Rechtfertigung und Heiligung. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 187-204.

(Bekenntnisschriften) - David P. Daniel, Ch. P. Arand, A Bibliography of the Lutheran Confessions, St. Louis 1988; - Hanns Rückert, Luther und der Reichstag zu Augsburg, Glossen zu drei Briefen Luthers von der Coburg. In: Ders., Vorträge und Aufsätze zur historischen Theologie, Tübingen 1972, 108-136; - Heinz Scheible, Melanchthon und Luther während des Augsburger Reichstages. In: Peter Manns (Hrsg.), Martin Luther, "Reformator und Vater im Glauben", Referate aus der Vortragsreihe des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Stuttgart 1985, 38-60; - Hans von Schubert, Luther auf der Koburg. In: LuJ 12 (1930) 109-161; - Hans Volz (Hrsg.), Urkunden und Aktenstücke zur Geschichte von Martin Luthers Schmalkaldischen Artikeln (1536-1574), Berlin 1957.

(Gegen Juden und Türken) - Walther Bienert, Martin Luther und die Juden, Frankfurt/M 1982; - Johannes Brosseder, Luthers Stellung zu den Juden im Spiegel seiner Interpreten, München 1972; - Carl Cohen, Die Juden und Luther. In: ARG 54 (1963) 38-51; - Reinhold Levin, Luthers Stellung zu den Juden, Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Deutschland während des Reformationszeitalters, Berlin 1911 [Aalen 1973]; - Hans-Martin Kirn, Das Bild vom Juden im Deutschland des frühen 16. Jahrhunderts, Tübingen 1989; - Heinz Kremers (Hrsg.), Die Juden und Martin Luther - Martin Luther und die Juden, Geschichte, Wirkungsgeschichte, Herausforderung, 2. Aufl. Neukirchen-Vluyn, 1987; - Wilhelm Maurer, Kirche und Synagoge, Motive und Formen der Auseinandersetzung der Kirche mit dem Judentum im Laufe der Geschichte, Stuttgart 1953; - Ders., Die Zeit der Reformation. In: Kirche und Synagoge, hrsg. v. K. H. Rengstorf, S. v. Kortzfleisch, Bd. 1, München 1988, 363-452; - Heiko A. Oberman, Wurzeln des Antisemitismus, Christenangst und Judenplage im Zeitalter von Humanismus und Reformation, 2. Aufl. Berlin 1983; - Ders., Luthers Stellung zu den Juden, Ahnen und Geahndete. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 519-530; - C. Bernd Sucher, Luthers Stellung zu den Juden, Eine Interpretation aus germanistischer Sicht, Nieuwkoop 1977.

(Türken) - John W. Bohnstedt, The Infidel Scourge of God, The Turkish Menace as seen by German Phamphleteers, Transactions of the American Philosophical Society, NS 58,9, Philadelphia 1968; - Harvey Buchanan, Luther and the Turks 1519-1529, In: ARG 47 (1956) 145-160; - Mark U. Edwards Jr., Luther's Last Battles, Politics and Polemics 1531-46, Ithaca 1983; - Stephen A. Fischer-Galati, Ottoman Imperialism and German Protestantism 1521-1555, Cambridge (Mass.) 1959; - Carl Göllner, Turcica, Bd. 1 und 2: Die europäischen Türkendrucke des 16. Jahrhunderts; - Bd. 3: Die Türkenfrage in der öffentlichen Meinung Europas im 16. Jahrhundert, Bukarest/Baden Baden 1978; - Helmut Lamparter, Luthers Stellung zum Türkenkrieg, München 1940; - Rudolf Mau, Luthers Stellung zu den Türken. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 647-662.

Theologie - (Übergreifende Darstellungen) - Paul Althaus, Die Theologie Martin Luthers, 2. Aufl. Gütersloh 1963; - Ders., Die Ethik Martin Luthers, Gütersloh 1965; - Ulrich Asendorf, Die Theologie Martin Luthers nach seinen Predigten, Göttingen 1988; - Gerhard Ebeling, Evangelische Evangelienauslegung, Eine Untersuchung zu Luthers Hermeneutik, Darmstadt 1962; - Ders., Luther, Einführung in sein Denken, 4. Aufl. Tübingen 1990; - Ders., Lutherstudien Bd. 1, Tübingen 1971; - Ders., Lutherstudien, Bd. 2: Disputatio de homine, 1. Teil: Text und Traditionshintergrund, Tübingen 1977; - 2. Teil: Die philosophische Definition des Menschen, Tübingen 1982; - 3. Teil: Die theologische Definition des Menschen, Tübingen 1989; - Ders., Lutherstudien, Bd. 3: Begriffsuntersuchungen, Textinterpretationen, Wirkungsgeschichtliches, Tübingen 1985; - Friedrich Gogarten, Luthers Theologie, Tübingen 1967; - Theodosius Harnack, Luthers Theologie mit besonderer Beziehung auf seine Versöhnungs- und Erlösungslehre, 2 Bde, Neuausgabe München 1927; - Gerhard Heintze, Luthers Predigt vom Gesetz und Evangelium, München 1958; - Rudolf Hermann, Gesammelte Studien zur Theologie Luthers und der Reformation, Göttingen 1960; - Ders., Luthers These 'Gerecht und Sünder zugleich', Darmstadt 1960; - Ders., Luthers Theologie, hrsg. v. H. Beintker, Berlin/Göttingen 1967; - Ders., Studien zur Theologie Luthers und des Luthertums, hrsg. v. H. Beintker, Göttingen 1981; - Hans Joachim Iwand, Luthers Theologie, München 1974; - Ders., Glaubensgerechtigkeit, hrsg. v. G. Sauter, München 1991; - Wilfried Joest, Anthropologie der Person bei Luther, Göttingen 1967; - Marc Lienhard, Martin Luthers christologisches Zeugnis, Göttingen 1980; - Walther von Loewenich, Duplex iustitia, Luthers Stellung zu einer Unionsformel des 16. Jahrhunderts, Wiesbaden 1972; - Karl-Heinz zur Mühlen, Nos extra nos, Luthers Theologie zwischen Mystik und Scholastik, Tübingen 1972; - Heiko A. Oberman, Werden und Wertung der Reformation, Vom Wegestreit zum Glaubenskampf, 3. Aufl. Tübingen 1989; - Otto-Hermann Pesch, Hinführung zu Luther, 2. Aufl. Mainz 1983; - Ders., Theologie der Rechtfertigung bei Martin Luther und Thomas von Aquin, 2. Aufl. Darmstadt 1985; - Albrecht Peters, Glaube und Werk, Luthers Rechtfertigungslehre im Lichte der Heiligen Schrift, Berlin 1962.

(Schrift, Wort Gottes und Theologie) - Oswald Bayer, Oratio, Meditatio, Tentatio, Eine Besinnung auf Luthers Theologieverständnis. In: LuJ 55 (1988) 7-59; - Albrecht Beutel, In dem Anfang war das Wort, Studien zu Luthers Sprachverständnis, Tübingen 1991; - Friedrich Beisser, Claritas scripturae bei Martin Luther, Göttingen 1966; - John Dillenberger, God Hidden and Revealed, The Interpretation of Luther's Deus absconditus and its Significance for Religious Thought, Philadelphia 1953; - Werner Führer, Das Wort Gottes in Luthers Theologie, Göttingen 1984; - Hermann Gelhaus, Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, 2 Bde, Tübingen 1989-1990; - Eberhard Jüngel, Quae supra nos, nihil ad nos, Eine Kurzformel der Lehre vom verborgenen Gott - im Anschluß an Luther interpretiert. In: EvTh 32 (1972) 197-240; - Dietrich Kerlen, Assertio, Die Entwicklung von Luthers theologischem Anspruch und der Streit mit Erasmus von Rotterdam, Wiesbaden 1976; - Bernhard Lohse, Ratio und Fides, Eine Untersuchung über die Ratio in der Theologie Luthers, Göttingen 1958; - Wilhelm Maurer, Offenbarung und Skepsis, Ein Thema aus dem Streit zwischen Luther und Erasmus. In: Ders., Kirche und Geschichte, Bd. 2: Beiträge zu Grundsatzfragen und zur Frömmigkeit, Göttingen 1970, 366-402; - Karl-Heinz zur Mühlen, Reformatorische Vernunftkritik und neuzeitliches Denken, Tübingen 1980; - Martin Nicol, Meditation bei Luther, Göttingen 1984; - Bernhard Rothen, Die Klarheit der Schrift, Göttingen 1990; - Reinhold Weier, Das Theologieverständnis Martin Luthers, Paderborn 1976.

(Der reformatorische Durchbruch) - Kurt Aland, Der Weg zur Reformation, Zeitpunkt und Charakter des reformatorischen Erlebnisses Martin Luthers, München 1965; - Oswald Bayer, Promissio, Geschichte der reformatorischen Wende in Luthers Theologie, 2. Aufl. Darmstadt 1989; - Ernst Bizer, Fides ex auditu, Eine Untersuchung über die Entdeckung der Gerechtigkeit Gottes durch Martin Luther, 3. Aufl. Neukirchen-Vluyn 1966; - Heinrich Bornkamm, Luthers Bericht über seine Entdeckung der iustitia dei. In: ARG 37 (1940) 117-128; - Ders., Iustitia dei in der Scholastik und bei Luther. In: Ders., Luther, Gestalt und Wirkungen, Gütersloh 1975, 95-129; - Bernhard Lohse (Hrsg.), Der Durchbruch der reformatorischen Erkenntnis bei Luther, Darmstadt 1968; - Ders. (Hrsg.), Der Durchbruch der reformatorischen Erkenntnis bei Luther, Neuere Untersuchungen, Wiesbaden 1988; - Ole Modalsli, Luthers Turmerlebnis 1515. In: Studia Theologica Lundensia 22 (1968) 51-91; - Heiko A. Oberman, "Iustitia Christi" und "Iustitia Dei", Luther und die scholastischen Lehren von der Rechtfertigung. In: B. Lohse, Der Durchbruch (s.o.), 413-444; - Otto-Hermann Pesch, Zur Frage nach Luthers reformatorischer Wende. In: B. Lohse, Der Durchbruch (s.o.) 445-505; - Ders., Neuere Beiträge zur Frage nach Luthers "reformatorischer Wende". In: Cath 37 (1983) 259-287; 38 (1984) 66-133.

(Programmschriften des Jahres 1520) - Walter Allgaier, Der "fröhliche Wechsel" bei Martin Luther, Eine Untersuchung zu Christologie und Soteriologie bei Luther unter besonderer Berücksichtigung der Schriften bis 1521, Diss. theol. (masch.) Erlangen 1966; - Gerhard Ebeling, Frei aus Glauben, Sammlung gemeinverständlicher Vorträge, Bd. 250, Tübingen 1968; - Jean-Louis Gasse, Le traité de la liberté du chrétien de Martin Luther, Étude comparative des deux versions, allemande et latine, Paris 1984; - Eberhard Jüngel, Zur Freiheit eines Christenmenschen, Eine Erinnerung an Luthers Schrift, München 1978; - Walther Köhler, Luthers Schrift an den christlichen Adel im Spiegel der Kultur- und Zeitgeschichte, Halle 1885; - Ders., Zu Luthers Schrift "an den christlichen Adel deutscher Nation". In: ZSavRGkan 14 (1925) 1-38; 16 (1927) 486-493; - Ernst Kohlmeyer, Die Entstehung der Schrift Luthers an den christlichen Adel, Gütersloh 1922; - Wilhelm Maurer, Von der Freiheit eines Christenmenschen, Göttingen 1949; - Bernd Moeller, Kleriker als Bürger. In: Ders., Die Reformation und das Mittelalter, hrsg. v. J. Schilling, Göttingen 1991, 35-52; - Ders., Klerus und Antiklerikalismus in Luthers Schrift "An den Christlichen Adel deutscher Nation" von 1520. In: Anticlericalism in Late Medieval and Early Modern Europe, ed. by P.A. Dykema, H.A. Oberman, Leiden 1993, 353-365; - Karl-Heinz zur Mühlen, Freiheit und Lebensgestaltung, Göttingen 1983; - Birgit Stolt, Studien zu Luthers Freiheitstraktat mit besonderer Rücksicht auf das Verhältnis der lateinischen und der deutschen Fassung zueinander und die Stilmittel der Rhetorik, Stockholm 1969.

(Ekklesiologie und Amtsverständnis) - Axel Aurelius, Verborgene Kirche, Luthers Kirchenverständnis in Streitschriften und Exegese 1519-1521, Hannover 1983; - Remigius Bäumer, Luther und der Papst, 5. Aufl. Münster 1987; - Michael Beyer, Luthers Ekklesiologie. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 93-117; - Ernst Bizer, Luther und der Papst, München 1958; - Martin Brecht (Hrsg.), Martin Luther und das Bischofsamt, Stuttgart 1990; - Heinz Brunotte, Das Amt der Verkündigung und das Priestertum aller Gläubigen, Berlin 1962; - Albert Ebneter, Luther und das Konzil. In: ZKTh 84 (1962) 1-48; - Paul Drews, Die Ordination, Prüfung und Lehrverpflichtung der Ordinanden in Wittenberg 1535. In: Deutsche Zeitschrift für Kirchenrecht 15 (1905) 66-90, 273-321; - Ruth Götze, Wie Luther Kirchenzucht übte, Göttingen 1958; - Konrad Hammann, Ecclesia spiritualis, Göttingen 1989; - John M. Headley, Luther's View of Church History, New Haven 1963; - Scott H. Hendrix, Luther and the Papacy, Stages in the Reformation Conflict, Philadelphia 1981; - Joachim Heubach, Die Ordination bei Luther und Melanchthon, Göttingen 1962; - Wolfgang Höhne, Luthers Anschauungen über die Kontinuität der Kirche, Berlin 1963; - Hubert Jedin, Geschichte des Konzils von Trient, Bd. 1: Der Kampf um das Konzil, 2. Aufl. Freiburg 1951; - Hellmut Lieberg, Amt und Ordination bei Luther und Melanchthon, Göttingen 1962; - Hubert Kirchner, Luther und das Papsttum. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 441-456; - Jaroslav Pelikan, Continuity and Order in Luther's View of Church and Ministry. In: Kirche, Mystik, Heiligung und das Natürliche bei Luther, hrsg. v. I. Asheim, Göttingen 1967, 143-155; - Georg Rietschel, Luther und die Ordination, 2. Aufl. Wittenberg 1889; - Rolf Schäfer, Allgemeines Priestertum oder Vollmacht durch Handauflegung? Zu Luthers Ordinationsauffassung im Brief an Johann Sutel in Göttingen. In: Festschrift Gerhard Krause, hrsg. v. H. Schröer, Berlin 1982, 141-167; - Christa Tecklenburg Johns, Luthers Konzilsidee in ihrer historischen Bedingtheit und ihrem reformatorischen Neuansatz, Berlin 1966; - Jared Wicks, Luther's Reform, Studies on Conversion and the Church, Mainz 1992.

(Theologie und Politik) - Hermann Dörries, Luther und das Widerstandsrecht. In: Ders., Wort und Stunde, Bd. 3: Beiträge zum Verständnis Luthers, Göttingen 1970, 195-270; - Wolfgang Günter, Martin Luthers Vorstellung von der Reichsverfassung, Münster 1976; - Karl Holl, Luther und das landesherrliche Kirchengeriment. In: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Kirchengeschichte, Bd. 1: Luther, 7. Aufl. Tübingen 1948, 326-380; - Erwin Iserloh, G. Müller (Hrsg.), Luther und die politische Welt, Stuttgart 1984; - Friedrich Koldewey, Heinz von Wolfenbüttel, Halle 1883; - Hermann Kunst, Evangelischer Glaube und politische Verantwortung, 2. Aufl. Stuttgart 1979; - Wilhelm Maurer, Luther und die Doppelehe Landgraf Philipps von Hessen. In: Ders., Luther 24 (1953) 97-120; - Gerhard Müller, Luther und die evangelischen Fürsten. In: Ders., Causa Reformationis, hrsg. v. G. Maron, G. Seebaß, Gütersloh 1989, 438-456; - Franz Petri, Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel, Ein niederdeutscher Territorialfürst im Zeitalter Luthers und Karls V. In: ARG 72 (1981) 122-157; - William W. Rockwell, Die Doppelehe des Landgrafen Philipp von Hessen, Marburg 1904; - Heinz Scheible (Hrsg.), Das Widerstandsrecht als Problem der deutschen Protestanten 1523-1546, Gütersloh 1969; - Georg-Christoph von Unruh, Obrigkeit und Amt bei Luther und das von ihm beeinflußte Staatsverständnis. In: Staatsräson, Studien zur Geschichte eines politischen Begriffs, hrsg. v. R. Schnur, Berlin 1975, 339-361; - Eike Wolgast, Die Wittenberger Theologie und die Politik der evangelischen Stände, Studien zu Luthers Gutachten in politischen Fragen, Gütersloh 1977.

(Zwei-Reiche-Lehre) - Paul Althaus, Luthers Lehre von den beiden Reichen im Feuer der Kritik. In: LuJ 24 (1957) 40-68; - Friedrich Beisser, Zur Deutung von Luthers Zwei-Reiche-Lehre. In: KuD 16 (1970) 229-241; - Heinrich Bornkamm, Luthers Lehre von zwei Reichen im Zusammenhang seiner Theologie, 3. Aufl. Gütersloh 1989; - Harald Diem, Hermann Diem, Zur Zweireichelehre Luthers, hrsg. v. G. Sauter, München 1973; - Ulrich Duchrow, Christenheit und Weltverantwortung, Stuttgart 1970; - Gottfried Forck, Die Königsherrschaft Jesu Christi bei Luther, Berlin 1959; - Hans Joachim Gänssler, Evangelium und weltliches Schwert, Hintergrund, Entstehungsgeschichte und Anlaß von Luthers Scheidung zweier Reiche oder Regimente, Wiesbaden 1983; - Hans R. Gerstenkorn, Weltlich Regiment zwischen Gottesreich und Teufelsmacht, Die staatstheoretischen Auffassungen M. Luthers und ihre politische Bedeutung, Bonn 1956; - Ahti Hakamies, "Eigengesetzlichkeit" der Natürlichen Ordnung als Grundproblem der neueren Lutherdeutung, Witten 1971; - Johannes Heckel, Lex caritatis, Eine juristische Untersuchung über das Recht in der Theologie Martin Luthers, hrsg. v. M. Heckel, 2. Aufl. Köln 1973; - Martin Honecker, Zweireichelehre und Sozialethik. In: Ders., Sozialethik zwischen Tradition und Vernunft, Tübingen 1977, 175-278; - Ders., Zur gegenwärtigen Interpretation der Zweireichelehre. In: ZKG 89 (1978) 150-162; - Gerhard Müller, Luthers Zwei-Reiche-Lehre in der deutschen Reformation. In: Ders., Causa Reformationis, hrsg. v. G. Maron, G. Seebaß, Gütersloh 1989, 417-437; - Herbert Olsson, Schöpfung, Vernunft und Gesetz in Luthers Theologie, Uppsala 1971; - Heinz H. Schrey (Hrsg.), Reich Gottes und Welt, Die Lehre Luthers von den zwei Reichen, Darmstadt 1969; - Ernst Wolf, Königsherrschaft Christi und lutherische Zwei-Reiche-Lehre. In: Ders., Peregrinatio Bd. 2, München 1965, 207-229; - Günther Wolf (Hrsg.), Luther und die Obrigkeit, Darmstadt 1972.

(Willenslehre) - Cornelis Augustijn, Erasmus von Rotterdam, Leben, Werk, Wirkung, München 1986; - Wolfgang Behnk, Contra liberum arbitrium pro gratia Dei, Willenslehre und Christenzeugnis bei Luther und ihre Interpretation durch die neuere Lutherforschung, Frankfurt/M 1982; - Jean Boisset, Erasme et Luther, Libre ou serf arbitre? Paris 1962; - Fredrik Brosché, Luther on Predestination, The Antinomy and the Unity between Love and Wrath in Luther's Concept of God, Uppsala 1978; - Georges Chantraine, Erasme et Luther, libre et serf arbitre, Paris 1981; - Heinz Holeczek, Die Haltung des Erasmus zu Luther nach dem Scheitern seiner Vermittlungspolitik 1520/21. In: ARG 64 (1973) 85-811; - R. Devonshire Jones, Erasmus and Luther, London 1968; - Ernst Wilhelm Kohls, Die Theologie des Erasmus, 2 Bde, Basel 1966; - Ders., Luther oder Erasmus, Luthers Theologie in der Auseinandersetzung mit Erasmus, 2 Bde, Basel 1972-1978; - Gottfried G. Krodel, Luther, Erasmus and Henry VIII. In: ARG 53 (1962) 60-78; - Bernhard Lohse, Marginalien zum Streit zwischen Luther und Erasmus. In: Luther 46 (1975) 5-24; - Harry J. McSorley, Luthers Lehre vom unfreien Willen nach seiner Hauptschrift De Servo Arbitrio im Lichte der biblischen und kirchlichen Tradition, München 1967; - Oskar Mehl, Erasmus' Streitschrift gegen Luther, Hyperaspistes. In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 12 (1960) 137-146; - Ders., Erasmus contra Luther. In: LuJ 29 (1962) 52-64; - John W. O'Malley, Erasmus and Luther, Continuity and Discontinuity as Key to their Conflict. In: Sixteenth Century Journal 5 (1974) 47-65; - Otto Hermann Pesch (Hrsg.), Humanismus und Reformation, Martin Luther und Erasmus von Rotterdam in den Konflikten ihrer Zeit, München 1985; - Klaus Schwarzwäller, Sibboleth, Die Interpretation von Martin Luthers Schrift De servo arbitrio seit Theodosius Harnack, München 1969; - Ders., Theologia crucis, Luthers Lehre von der Prädestination nach de servo arbitrio 1525, München 1970.

(Sakramente) - Hans Grass, Die Abendmahlslehre bei Luther und Calvin, 2. Aufl. Gütersloh 1954; - Tom G.A. Hardt, Venerabilis et adorabilis eucharistia, Eine Studie über die lutherische Abendmahlslehre im 16. Jahrhundert, Göttingen 1988; - Hartmut Hilgenfeld, Mittelalterlich-traditionelle Elemente in Luthers Abendmahlsschriften, Zürich 1971; - Gottfried Hoffmann, Sententiae Patrum, Das patristische Argument in der Abendmahlskontroverse zwischen Oekolampad, Zwingli, Luther und Melanchthon, Diss. theol. (masch.) Heidelberg 1972; - Erwin Iserloh, Der Kampf um die Messe in den ersten Jahren der Auseinandersetzung mit Luther, Münster 1952; - James M. Kittelson, Martin Bucer and the Sacramentarian Controversy, The Origins of his Policy of Concord. In: ARG 64 (1973) 166-183; - Frido Mann, Das Abendmahl beim jungen Luther, München 1971; - Albrecht Peters, Realpräsenz, Luthers Zeugnis von Christi Gegenwart im Abendmahl, Berlin 1960; - Wolfgang Schwab, Entwicklung und Gestalt der Sakramententheologie bei Martin Luther, Frankfurt/M 1977; - Ursula Stock, Die Bedeutung der Sakramente in Luthers Sermonen von 1519, Leiden 1982.

(Taufe) - Karl Brinkel, Die Lehre Luthers von der fides infantium bei der Kindertaufe, Berlin 1958; - Martin Ferel, Gepredigte Taufe, Eine homiletische Untersuchung zur Taufpredigt bei Luther, Tübingen 1969; - Lorenz Grönvik, Die Taufe in der Theologie Martin Luthers, Abo 1968; - Werner Jetter, Die Taufe beim jungen Luther, Tübingen 1954; - Karl-Heinz zur Mühlen, Luthers Tauflehre und seine Stellung zu den Täufern. In: Helmar Junghans (Hrsg.), Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, 2 Bde, Berlin/Göttingen 1983, 119-138.

Manfred Schulze

Werkeergänzung:

2001

Gunther Wenz, Das in sich Verkehrte. L.s Sündenlehre in d. Tradition augustinischer Hamartiologie, in: Le péché. Bruxelles 2001, S. 265-309; -

2002

Englische Übersetzung von Commentaria de actis et scriptis Martini Lutheri: in: Luther's Lives: Two contemporary accounts of Martin Luther, übersetzt von Elizabeth Vandiver, Ralph Keen und Thomas D.Frazel, Manchester / New York: 2002 [Bibliographie];

2003

The table talk of M.L. L.'s comments on life, the church and the Bible. Fearn, Great Britain 2003;

2004

Les quatre-vingt-quinze thèses (1517). Dispute académique destinée à montrer la vertu des indulgences. Introd., trad. et notes de Matthieu Arnold. Strasbourg 2004; Sermoni e scritti sul battesimo. (1519-1546). A cura di Gino Conte. Rist. 1. Torino 2004;

2005

Michael Fischer ; Rebecca Schmidt, "Mein Testament soll seyn am End". Sterbe- u. Begräbnislieder zwischen 1500 u. 2000. Münster 2005, S. 25-66 (zu: "Mitten wir im Leben sind"); Gegen d. Verarmungswahn. Predigt zum Sonntag Laetare, Johannes 6,1-15. Überarb. von Katja Wolff. Bad Schwartau 2005; Das Newe Testament Deutzsch. [Septembertestament]. [Faks.-] Neudr. d. Orig.-Ausg. Vuittemberg, 1522. Leipzig 2005; De lütte Katechissen. Plattdüütsch von Karl-Emil Schade. Neumünster 2005; Die 95 Thesen. Erg. Nachdr. Spröda 2005; Beloften van troost. De zaligsprekingen. [Vertaald door: Erika Heijboer-Sinke]. Utrecht 2005;

2006

L.s Psalmen-Auslegung. Ein Commentar zu d. poetischen oder Lehrbüchern d. Alten Testaments. Aus seinen Werken ges. u. bearb. von Chr. G. Eberle. 2 Bde. Groß Oesingen 2006; Schriften über Schule u. Unterricht. Ausgew. u. komm. von Heinz Endermann. Hildesheim 2006; - Lat.-dt. Studienausg. 3 Bde. Leipzig 2006-07; Wees mij genadig. Verklaring van de boetpsalmen. [Vertaling: Erika Heijboer-Sinke]. Kampen 2006; Mémoires de L. Écrits par lui-meme. Trad. et mis en ordre par Jules Michelet. Ed. prés. et ann. par Claude Mettra. Paris 2006; L.s lille brune. Sitater fra M.L. Ved Ronnie Johanson. Ny utg. Oslo 2006;

2007

Die 95 Thesen u. andere Schriften. Paderborn [2007]; Kurz soll man beten, aber oft und stark. Neukirchen-Vluyn 2007; D. Martin Luthers Werke. Sondered. d. Kritischen Gesamtausg. (Weimarer Ausg.). [Stuttgart] 2007; L.-Brevier. Worte f. jeden Tag. Hrsg. von Thomas A. Seidel. Weimar 2007; Carl Heinz Peisker, L.-Evangelien-Synopse. Stuttgart 2007; Die Psalmen. [Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984]. Nach d. Übers. M.L.s. Stuttgart 2007; Von d. Freiheit e. Christenmenschen. Sprecher: Hans Jochim Schmidt. Schwerin 2007. 1 CD; Die Bibel. Nach d. Übers. M.L.s. Mit Apokryphen. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984. Hrsg. von d. Evangelischen Kirche in Deutschland. Standardausg. mit Apokryphen, durchges. Ausg. Stuttgart 2007; Dass., Taschenausg., durchges. Ausg. in neuer Rechtschreibung. Stuttgart 2007; Dass., Standardausg. mit Apokryphen, durchges. Ausg. Stuttgart 2007;

2008

Gottes Wort gibt festen Halt. Worte geistl. Lebens. Ausgew. von Reinhard Abeln. Kevelaer 2008; Uwe Ochsenknecht liest L.s Tischreden. Stuttgart 2008. 1 CD; Durch Gottes Gnade bin ich wohlauf. M.L.s Leben in seinen Briefen. Hrsg. von Reinhard Dithmar. Leipzig 2008; Heinz Drewniok, Hier stehe ich, ich kann nicht anders. L.s Leben in deftigen Anekdoten, von ihm selbst erzählt. Text, Regie u. Produktion: Mario Süßenguth. Berlin 2008. 1 CD; Deutsche Kirchenmesse u. Gottesdienstordnung. Zürich 2008; Die Psalmen. Vertonungen. Zürich 2008; Grantley MacDonald, Laurentius Corvinus and the Epicurean L., in: LuQ 22.2008, S. 161-176; Kloster u. Ordenstrachten. Kirchenlexikon. Geistliche Mode 1526. Zürich 2008; Das Neue Testament. Auf d. Grundlage d. L.bibel von 1545. In der Übertr. von M.L. Ungekürzte Ausg. Frankfurt/M. 2008; Gebete und Sprüche M.L.s. Hrsg. von Bettine Reichelt. Leipzig 2008; Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments. Nach d. dt. Übers. M.L.s. Textfassung 1912. Missionsausg. ohne Apokryphen, [10. Aufl.]. Groß Oesingen 2008; Mit L. Klartext reden. Hrsg. von Hans-Joachim Neubauer und Christiane Seiler. Orig.-Ausg. Freiburg/Br. 2008; "Wir sollen Menschen und nicht Gott sein". L. zum Vergnügen. Hrsg. von Johannes Schilling. Stuttgart 2008; Lutherbibel für dich. Die Bibel nach d. Übers. M.L.s. Mit Apokryphen. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984. Hrsg. von d. Evangelischen Kirche in Deutschland. Einf. u. Red. d. Farbs.: Hannelore Jahr ; Karin Jeromin. Bearb. von Michael Landgraf. Stuttgart 2008;- Neues Testament u. Psalmen. Nach d. Übers. M.L.s. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984. Hrsg. von d. Evangelischen Kirche in Deutschland. Stuttgart 2008; Die Bibel. Nach d. Übers. M.L.s. Mit Apokryphen. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984, Durchges. Ausg. in neuer Rechtschreibung. Stuttgart 2008; Dass., Taschenausg., durchges. Ausg. in neuer Rechtschreibung. Stuttgart 2008; Text dt. u. engl.; Die Apokryphen. Nach d. dt. Übers. M.L.s. Stuttgart 2008; Sveto Rakstu apceres katrai dienai. No vacu valodas tulkojusi Gundega Dumpe. Riga 2008;

2009

Gebete. Text- u. Bildausw.: Friedbert Baumann. Lahr/Schwarzwald 2009; Die Bibel. Nach d. Übers. M.L.s. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984. Hrsg. von d. Evangelischen Kirche in Deutschland. Mit Glasfenstern von Marc Chagall. Durchges. Ausg. in neuer Rechtschreibung. Stuttgart 2009; Dass. Mit Bildern von Albrecht Dürer. Stuttgart 2009; Die Bibel. Nach d. Übers. M.L.s. Mit Apokryphen. Bibeltext in d. revidierten Fassung von 1984, The Holy Bible. English standard version. Containing the Old and New Testaments. Zweisprachige Bibel. Durchges. Ausg. Stuttgart 2009; Die Wahrheit macht nicht viele Worte. Maximen, Sprüche u. Aphorismen. Ausgew. von Waltraud John. Neu bearb. von Bruno Rosner. Köln 2009; Christl. Leben vor Gott u.d. Nächsten. L.s "Sendbrief an die Gemeinde der Stadt Esslingen" (1523). Bearb. von Albrecht Beutel, in: Luther 80.2009, S. 146-149; Die Bibel kompakt. In 120 Hörminuten durch d. Hl. Schrift. Szenische Lesung aus d. Großen HörBibel. Die Bibel nach d. Übers. M.L.s, revidierte Fassung 1984. Sprecher: Otto Mellies ; Bodo Primus ; Christian Brückner. Textausw.: Bertram Salzmann. Regie: Philipp Schepmann. Stuttgart 2009. 2 CDs; Erfurter Annotationen 1509 - 1510/11. Hrsg. von Jun Matsuura. Köln 2009; Der Messkanon und anderes. Eingel., zsgest. u. komm. von Joachim Bönecke. Leipzig 2009;

2010

Christian Danz ; Sven Grosse ; Georg Plasger, Luther - Calvin - Melanchthon. Ihre Schlüsseltexte im Portrait. Darmstadt 2010. 1 CD; M.L.s Fabeln u. Sprichwörter. Mit Einl. u. Kommentar hrsg. von Reinhard Dithmar. 3., gegenüber d. 2. unveränd. Aufl. Darmstadt 2010.

Zeitschriftenergänzungen

1974

Luther. Zeitschrift der Luther-Gesellschaft. Göttingen 1.1919 - 23.1941; 24.1953 - 40.1969; [41.]1970 - [44.]1073; 45.1974ff.; -

1992

Luther-Bulletin. Tijdschrift voor interconfessioneel Lutheronderzoek. Nijmegen 1.1992ff.

Literaturergänzungen

1846

Georg Nickel: Zum Andenken an die 300jährige Säcularfeier des Todestages Dr. Martin Luther's in der Kirche der Prager deutschen evangelischen Gemeinde verehrt dieses heilige Buch zum gottesdienstlichen Gebrauche. Hildburghausen 1846; -

1901

Preuß, Hans: Die Entwicklung des Schriftprinzips bei Luther bis zur Leipziger Disputation. Leipzig 1901; -

1904

Adolf Harnack, Martin Luther in seiner Bedeutung für die Geschichte der Wissenschaft und der Bildung, in: Ders., Reden und Aufsätze. Bd. 1. Gieszen 1904, S. 143-169; -

1906

Preuß, Hans: Die Vorstellungen vom Antichrist im späten Mittelalter, bei Luther und in der konfessionellen Polemik. Leipzig 1906; -

1912

Preuß, Hans: Deutsche Lutherbriefe. Leipzig 1912, (Voigtländers Quellenbücher, Band 36); - Preuß, Hans: Lutherbildnisse. Leipzig o. J., (Voigtländers Quellenbücher Band 42); -

1917

Preuß, Hans: Fünfzig Deutsche Lutherbriefe. Leipzig 1917; -

1971

August Nitschke, Luthers Beziehung zur neuzeitlichen Naturwissenschaft, in: Festschrift für Hermann Heimpel. Zum 70. Geb. am 19.9.1971. Bd. 1. Göttingen 1971 (=Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte; 36,1), S. 639-666; -

1976

Jos E. Vercruysse: 'Luther's theology of the cross at the Time of the Heidelberg Disputation'. Gregorianum 57 (1976), 523-548; -

1979

José A. de Aldama, La doctrina de L. sobre la transubstanciación, según los teólogos del concilio de Trento, in: ATG 42.1979, S. 49-59; -

1980

James MacCue, "Simul iustus et peccator" in Augustine, Aquinas, and Luther, in: JAAR 48.1980, S. 81-96; - Eugene Webb, L. and Zen. Cultural implications of doctrines of sudden deliverance, in: ebd. Suppl. S. 69-85; -

1981

Hans Heinz, Jakobus 2,14-26 in d. Sicht M.L.s, in: AUSS 19.1981, S. 141-146;- Marilyn J. Harran, The concept of conversio in the early exegetical writings of M.L., in: ARG 72.1981, S. 13-33;- Hartmut Rudolph, Einige Gesichtspunkte zum Thema "Paracelsus und Luther", in: ebd. S. 34-54;-

1982

Marjorie O'Rourke Boyle, Stoic L. Paradoxical sin and necessity, in: ARG 73.1982, S. 69-93;- Hjalmar Sundén, L.s Vorrede auf d. Psalter von 1545 als religionspsycholog. Dokument, in: ARPs 15.1982, S. 36-44; -

1983

Löwe, H. u. Roepke, Cl.-J. (Hrsg.): Luther und die Folgen. Beiträge zur sozialgeschichtlichen Bedeutung der lutherischen Reformation. München, 1983; - Alister E. MacGrath, Mira et nova diffinitio iustitiae. L. and scholastic doctrines of justification, in: ARG 74.1983, S. 37-60;- Carlos Gilly, Juan de Valdés: Übers. u. Bearb. von L.s Schriften in seinem "Diálogo de doctrina", in: ebd. S. 257-305; -

1984

Themenheft von AUSS 22.1984, S. 9-183;- William P. Haugaard, A myopic curiosity. M.L. and the English Tractarians, in: AThR 66.1984, S. 391-401;- Frieder Schulz, L.s liturg. Reformen. Kontinuität u. Innovation, in: ALW 25.1983, S. 249-275;- Ottfried Jordahn, M.L.s Kritik an d. Meßliturgie seiner Zeit, in: ALW 26.1984, S. 1-17; - Karl Stackmann, Probleme germanist. L.forschung, in: ARG 75.1984, S. 7-31;- Carl E. Maxcey, Why do good? Dietenberger's reply to L., in: ebd. S. 93-112;- Gérard Vallée, L. and monastic theology. Notes on "Anfechtung" and "compunctio", in: ebd. S. 290-297;- Raymund Schwager, Der fröhl. Wechsel u. Streit. Zur Erlösungs- u. Rechtfertigungslehre M.L.s, in: ZKTh 106.1984, S. 27-66; - Heinz Schilling, Luther, Loyola, Calvin u.d. europäische Neuzeit, in: ARG 85.1994, S. 5-31; - Willigis Eckermann, Theologie gegen Philosophie? Anfragen an L., in: Augustiniana 34.1984, S. 244-262; -

1985

Kenneth A. Strand, Early L. Bibles. Facsimiles from several significant editions, in: Dass. 23.1985, S. 117f;- Johann Heinz, The "summer that will never end". L.'s longing for the "Dear last day" in his Sermon on Luke 21 (1531), in: ebd. S. 181-186;- Hans-Jürgen Prien, Grundgedanken d. Ekklesiologie beim jungen L., in: ARG 76.1985, S. 96-119;-

1986

Heribert Smolinsky, Vom Ketzer zum gemeinsamen Lehrer. M.L. in d. dt. kath. Kirchengeschichtsschreibung d. 20. Jhrs., in: AnCra 18.1986, S. 535-546; - Winfried Vogel, The eschatological theology of M.L., in: Dass. 24.1986, S. 249-264;- Raymund Schwager, Der wunderbare Wechsel. München 1986, S. 192-231;- Horst Beintker, Christolog. Gedanken L.s zum Sterben Jesu. Bei Auslegung von Psalm 8 u. Psalm 22 im Kommentar von 1519 bis 1521 u. verwandten Texterklärungen, in: ARG 77.1986, S. 5-30;- Susan C. Karant-Nunn, The transmission of L.'s teachings on women and matrimony. The case of Zwickau, in: ebd. S. 31-46;- James D. Tracy, Two Erasmuses, two Luthers. Erasmus' strategy in defense of "De libero arbitrio", in: ARG 78.1987, S. 37-60;- Dietrich Braun, L. über d. Grenzen d. Staates 1523, in: ebd. S. 61-80;- Scott S. Ickert, Defending and defining the ordo salutis. Jacob van Hoogstraeten vs. M.L., in: ebd. S. 81-97;- Gunter Zimmermann, Die Auslegung d. vierten Gebotes bei M.L., Robert Filmer u. John Locke, in: ebd. S. 98-123;- Damaskinos Papandreou, M.L. in orthodoxer Sicht, in: Ders., Orthodoxie und Ökumene. Hrsg. von Wilhelm Schneemelcher. Stuttgart 1986, S. 177-190;- Karl Ernst Nipkow, Bildung - Glaube - Aufklärung. Zur Bedeutung von Luther u. Comenius f.d. Bildungsaufgaben d. Gegenwart. Konstanz 1986; - Oswald Bayer, Nachfolge in der Welt. L.s seelsorgerl. Ethik, in: Zwei Kirchen - eine Moral? Regensburg 1986, S. 53-75;- Roselies Taube, Gott u.d. Ich. Erörtert in e. Auseinanders. mit L.s Lehre über Glaube u. Liebe in seinem Galater-Kommentar (1531/35). Frankfurt/M. 1986; - Ernst Kutsch, Deus humiliat et exaltat. Zu L.s Übersetzung von Psalm 118,21 und Psalm 18,36, in: Ders., Kleine Schriften zum Alten Testament. Berlin 1986, S. 348-375;- Patrice Veit, Das Kirchenlied in d. Reformation M.L.s. Stuttgart 1986;- Heiko A. Oberman, Die Reformation. Von Wittenberg nach Genf. Göttingen 1986;- Ulrich Duchrow, Weltwirtschaft heute - ein Feld f. Bekennende Kirche? München 1986, S. 21-26; 62-68; - Dietrich Emme, M.L. Seine Jugend- u. Studentenzeit 1483-1505. Eine dokumentarische Darst. 4., überarb. u. erg. Aufl. Regensburg 1986; - Kurt Aland, Die Anfänge d. Reformators u.d. Reformation M.L.s, in: Theologische, juristische und philologische Beiträge zur frühen Neuzeit. Münster 1986, S. 35-55;- L. für Christen. Eine Herausforderung. Textausw.: Peter Manns. Freiburg/Br, 1986; -

1987

John M. Headley, L. and the problem of secularization, in: JAAR 55.1987, S. 21-37;- Winfried Vogel, Dass., Part 2: L.'s exposition of Daniel and Revelation, in: Dass. 25.1987, S. 183-199;-

1988

Johann Heinz, M.L. and his theology in German Catholic interpretation before and after Vatican II, in: Dass. 26.1988, S. 253-265;- Robert S. Corrington, Being and faith. "Sein und Zeit" and L., in: AThR 70.1988, S. 16-33;- Rudolf von Thadden, L. in Preußen, in: ARG 79.1988, S. 5-26:-

1989

Kenneth A. Strand, L.'s first edition of the Pentateuch, in: Dass. 27.1989, S. 39-52; - Abraham Friesen, Thomas Müntzer u. M.L., in: ebd. S. 59-80;- Gisela Möncke, Eine neu entdeckte zeitgenöss. Flugschrift über L. in Worms, in: ARG 80.1989, S. 24-46;- Ninna Jörgensen, Hat L. Müntzers Liturgiereformen abgelehnt?, in: ebd. S. 47-67;-

1990

D.Th. Thoomes, Opgroeien in perspectief; theologisch-pedagogische opstellen. Kampen (Kok) 1990; Kap. II, 17-36: De betekenis van de pedagogiek bij Maarten Luther; naar aanleiding van zijn `Schulschriften'; - Eric W. Gritsch, Joseph Lortz's Luther. Appreciation and critique, in: ARG 81.1990, S. 32-49;- Priscilla A. Hayden-Roy, Hermeneutica gloriae vs. hermeneutica crucis. Sebastian Franck and M.L. on the clarity of scripture, in: ebd. S. 50-68;-

1991

John F. Tinkler, Erasmus' conversation with L., in: ARG 82.1991, S. 59-82;- William J. Wright, Mainz versus Rome. Two responses to L. in the 1520s., in: ebd. S. 83-106;- Ludwig Schmugge, M.L. - unehelich geboren?, in: ebd. S. 311-314; -

1992

K. Zwanepol, De verborgen mens. Tussen antropologie en theologie, Kampen 1992; - Leonard A. Kennedy, M.L. and scholasticism, in: Augustiniana 42.1992, S. 339-349; -

1993

Unterscheiden. Eine Studie über den Hintergrund, das Motiv und die Methode der Theologie Gerhard Ebelings, Bern 1993 (Europäische Hochschulschriften - Theologie/XXIII); - Door het donkere venster van het geloof. Teksten van Maarten Luther. Vertaald en toegelicht door J.T. Bakker en K. Zwanepol, Zoetermeer 1993 (Sleutelteksten in godsdienst en theologie 18); - Amy Newman, The death of Judaism in German Protestant thought from Luther to Hegel, in: JAAR 61.1993, S. 455-484; - Franz Posset, "Deification" in the German spirituality of the Late Middle Ages and in L., in: ARG 84.1993, S. 103-126;- Robert Kolb, The influence of L.'s Galatians commentary of 1535 on later sixteenth-century Lutheran commentaries on Galatians, in: ebd. S. 156-184;- Frank Engehausen, L. u.d. Wunderzeichen. Eine engl. Übers. d. Adventspostille im Jahre 1661, in: ebd. S. 276-288;- Hans Puchta, L.s Stotternheimer Gelübde, in: ebd. S. 311ff.;- Willy Rordorf, Le "pain quotidien" (Matth. 6,11) dans l'histoire de l'exégèse, in: Ders., Liturgie, foi et vie des premiers chrétiens. Paris 1986, S. 100-104;-

1994

Fiorella DeMichelis Pintacuda, L'interpretazione del prologo di Giovanni tra Erasmo e Lutero, in: Aste 11.1994, S. 73-94; - William R. Russell, M.L.'s understanding of the pope as the antichrist, in: ARG 85.1994, S. 32-44;- Martin Brecht, "Tosaginge" and "geloven". Neue Einsichten in d. frühe L.rezeption in Hamburg, in: ebd. S. 45-67;-

1995

Stephen M. Taylor, Sharing within the community of saints. A study on L.'s ecclesiology, in: ABQ 14.1995, S. 260-269; - John T. Baldwin, L.'s eschatological appraisal of the Turkish threat in "Eine Heerpredigt wider den Türken", in: AUSS 33.1995, S. 185-202; - Hans P. Hasse, Die L.biographie von Nikolaus Selnecker. Selneckers Berufung auf d. Autorität L.s im Normenstreit d. Konfessionalisierung in Kursachsen, in: ARG 86.1995, S. 91-123; -

1996

Luthers Erfenis. Teksten van het Luthercongres 22 februari 1996, Woerden 1996; - Holger Flachmann: Martin Luther und das Buch. Eine historische Studie zur Bedeutung des Buches im Handeln und Denken des Reformators. (Spätmittelalter und Reformation. Neue Reihe 8), Tübingen 1996; - Friedrich Schweitzer, Luther und die Geschichte der Bildung. Pflichtgemäße Reminiszenz oder notwendige Erinnerung? In: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung, Nr. 3, Weinheim 1996, 9-23, (Niederländische Übersetzung von Daan Th. Thoomes, in: Luther-Bulletin, tijdschrift voor interconfessioneel Lutheronderzoek, 9. Jg, November 2000, 60-74); - Annika Thiem, Freier Wille bei Calvin u. Cochläus, in: ASKG 57.1999, S. 101-144; - Adolf Laube, Das Gespann Cochläus/Dietenberger im Kampf gegen Luther, in: ARG 87.1996, S. 119-135; - Giancarlo Pani, Culto e purità nella Lettera ai Romani. Lefèvre d'Etaples, Erasmo e Lutero, in: Aste 13.1996, S. 257-289; - Geoffrey L. Dipple, L., Emser and the development of Reformation anticlericalism, in: ARG 87.1996, S. 38-56;- Lowell C. Green, L.'s understanding of the freedom of God and the salvation of man. His interpretation of 1 Timothy 2:4, in: ebd. S. 57-73;- Adolf Laube, Das Gespann Cochläus / Dietenberger im Kampf gegen L., in: ebd. S. 119-135;- Karl Borchardt, M.L.: Doch nicht vorehelich gezeugt? Eine Erg. zur M.-L.-Miszelle von Ludwig Schmugge, in: ebd. S. 393-399;- Jacques Sutter, Musique et religion. L'emprise de l'esthétique, in: ASSR 41.1996, 94, S. 19-44; - Knut Alfsvag, The foundation of theology. The clarity and authority of the scripture according to "De servo arbitrio", in: ATAJ 4.1996, S. 41-77; -

1997

Franco Buzzi, L. contro l'antinomismo, in: ASR 2.1997, S. 81-106;- Alberto Viciano Vives, El ano de L. en Alemania, in: AHI 6.1997, S. 349-354; - Bernt T. Oftestad, Evangelium, Apostel u. Konzil. Das Apostelkonzil in d. Sicht L.s u. Melanchthons, in: ARG 88.1997, S. 23-56;-

1998

Riccardo Mazzarol, "Era fra gli Eremitani Martin Lutero huomo si ardito che a spaventarlo convenne che 'l Cielo spendesse un fulmine", in: Anima e paura. Macerata 1998, S. 279-285;- Graham S. Tomlin, The medieval origins of L.'s theology of the cross, in: ARG 89.1998, S. 22-40;- Peter Matheson, The cornflower in the wheatfield. Freedom and liberation in Thomas Müntzer, in: ebd. S. 41-54;-

1999

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2000

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2007

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Letzte Änderung: 09.02.2010