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Band XXX (2009) Spalten 692-706 Autor: Ulrich Peter

JÜCHEN, Aurel von, evangelischer Theologe und Schriftsteller, * 20. Mai 1902 in Gelsenkirchen, † 11. Januar 1991 in Berlin. - J.'s Eltern waren politisch liberal ausgerichtet, religiös eher desinteressiert, dafür aber stark im Kulturbereich engagiert. Sein Vater Aurel sen. war Besitzer einer privaten Handelsschule und Hobby-Schriftsteller. Er publizierte mehrere Bücher und Broschüren und wird deswegen in manchen Darstellungen mit seinem Sohn verwechselt. J.'s Mutter Auguste führte eine Kette von Schokoladengeschäften. Sie starb früh, als Aurel gerade neun Jahre alt war. Das Kinderfräulein wurde seine Ersatzmutter. J.'s jüngerer Bruder Karl Heinz kam 1919 15-jährig als unbeteiligter Passant bei einem Schußwechsel zwischen Spartakisten und der Polizei ums Leben. Die wohlhabende Familie büßte durch Weltkrieg und Inflation fast ihr gesamtes Vermögen ein. J. ging in Gelsenkirchen zum Gymnasium und absolvierte 1922 das Abitur, im selben Jahr begann er in Münster mit dem Studium der Germanistik und der evangelischen Theologie, um sich dann nach dem 2. Semester endgültig für die Theologie zu entscheiden. Das Studium setzte er anschließend in Tübingen und Jena fort. Er mußte es mehrfach unterbrechen, denn die Inflation 1923 hatte das zum Studium bestimmte Geld entwertet und der väterliche Wechsel blieb aus. So mußte J. sein Studium als Werkstudent selbst finanzieren. Er arbeitete ca. ein Jahr bei einer Baufirma als Hilfsarbeiter, im Bergwerk und in einer Gelsenkirchener Gießerei. Diese Zeit wurde für ihn entscheidend, da er in den Betrieben geschulte und klassenbewußte Arbeiter kennen lernte, die mit dem Theologiestudenten auch politisch diskutierten. Diese Debatten waren für J. der erste Anlaß, zu marxistischen Schriften zu greifen, um den Kollegen in der Arbeitspause besser Paroli bieten zu können. Stattdessen faszinierte ihn das marxistische Denken und er entwickelte sich immer stärker in diese Richtung. An der Universität schloß er sich später der sozialistischen Studentengruppe an. Am 16.2. 1924 heiratete er in Münster die Säuglingsschwester Irmgard Thomälen, Tochter des Oberingenieurs Heinrich Th. und seiner Frau Marie-Luise und im selben Jahr wurde die Tochter Edith geboren. Zu dieser Zeit waren Studentenehen ausgesprochen selten und bei den Theologen fast singulär. Erst ein Stipendium der thüringischen Landeskirche beendete die materiellen Sorgen und schuf die Perspektive, in dieser Landeskirche mit einer Pfarrstelle rechnen zu können. 1926 absolvierte J. in Jena das 1. theologische Examen und ging danach als Lehrvikar nach Meuselwitz. Zum Vikariat gehörte auch der Besuch des Predigerseminars in Eisenach. Hier begegnete er Karl Kleinschmidt, mit dem er die nächsten Jahrzehnte eng befreundet blieb. Beide wurden im Predigerseminar unter dem Einfluß des Eisenacher Pfarrers Emil Fuchs Mitglied des Bundes der religiösen Sozialisten Deutschlands (BRSD). Nach dem 2. theologischen Examen, das er im Dezember 1929 absolvierte, wurde J. Pfarrer der kleinen Gemeinde Möhrenbach bei Arnstadt. Diese Gemeinde war eine Hochburg der religiösen Sozialisten, sie besaßen in der Kirchengemeindevertretung eine Mehrheit und der Vorgänger J.'s Arthur Rackwitz, hatte sich großes Ansehen erworben. J. hatte sich 1928 auch der SPD angeschlossen und da er ein guter Redner war, sprach er für SPD und BRSD in vielen öffentlichen Veranstaltungen. J. hat in den Jahren von 1930 bis 1933 Hunderte derartiger Veranstaltungen durchgeführt, in Thüringen und in Oberfranken wie auch im gesamten Reich. Dieser Einsatz in den Bundes-Veranstaltungen brachte J. in kurzer Zeit in den thüringischen BRSD-Landesvorstand und damit auch in die Arbeit der Reichsorganisation. Hier wurde er zum Senkrechtstarter des Jahres 1930. Der BRSD führte in unregelmäßigen Abständen (ca. alle 2-4 Jahre) Reichskonferenzen durch, auf denen sich Delegierte aus allen Landesverbänden trafen und auf denen die Gremien neu gewählt wurden und die jeweilige politische und kirchenpolitische Positionierung erfolgte. Beim 5. Reichskongreß im August 1930 waren der aufkommende Nationalsozialismus und die Lehren aus dem Sieg des italienischen Faschismus Hauptthema. Hierzu sollte vor allem Emil Fuchs referieren, der zu Kongreßbeginn erkrankte. An seiner Stelle hielt J. das Hauptreferat "Der Faschismus - eine Gefahr für das Christentum". Diese Analyse wurde zur Grundlage der anti-faschistischen Arbeit des BRSD und die Rede wurde in hoher Auflage als Flugschrift verbreitet. In der kirchlichen Öffentlichkeit wurde der Name J. erstmalig außerhalb Thüringens bekannt, da das Presseecho ungewöhnlich gut war. Im selben Jahr 1930 entwickelte sich in Thüringen ein massiver Konflikt zwischen der Landeskirche und dem BRSD. Anlaß war das Engagement einiger BRSD-Pfarrer im Wahlkampf auf Seiten der Sozialdemokratie. Während die massenhafte Aktivität vieler ihrer Pfarrer für rechtsgerichtete und faschistische Gruppen und Parteien die Landeskirche nicht zum Handeln motiviert hatte, war dies bei einem Engagement für die SPD anders. Hier wurde "Neutralität" gefordert. Am 20. August 1930 untersagte die Thüringer ev. Kirche ihren Pfarrern durch einen Erlaß "Parteitätigkeit" in der Öffentlichkeit. Die religiös-sozialistischen Pfarrer Fuchs, Kleinschmidt, Kohlstock und J. kündigten daraufhin an, daß sie weiterhin öffentlich in Veranstaltungen der SPD und der Gewerkschaften auftreten würden. Gegen alle vier wurde danach das förmliche Disziplinarverfahren eingeleitet. Sie wurden vom SPD-"Kronjuristen" Gustav Radbruch vertreten und parallel gab es einen reichsweiten Proteststurm. Im Ergebnis wurde J. nur gerügt. Es folgten bis 1933 noch drei weitere Disziplinarverfahren, wobei das Disziplinarverfahren über die sog. Frickschen Schulgebete reichsweit bekannt wurde. Der NSDAP-Innenminister Frick veröffentlichte eine Sammlung von Gebeten, die in den Schulen verwandt werden sollten und die sich aus der heutigen Perspektive in ihrem Antisemitismus und Nationalismus wie die Vorboten der späteren thüringischen Deutschen Christen nationalkirchlicher Provenienz lesen. In ihnen wurde massiv zum Rassenhaß und zum Militarismus aufgefordert. Dies rief den BRSD auf den Plan und J. kritisierte in der sozialdemokratischen Presse die Gebete sowie das Schweigen und die Untätigkeit der Landeskirche. Während dieses Verfahren ohne Auswirkungen für ihn blieb, kulminierte im Herbst die Situation. Am 6. Oktober 1932 bestrafte ihn das Dienstgericht der thüringischen Kirche nach einem weiteren Disziplinarverfahren mit Amtsenthebung. Rechtskräftig wurde es einige Monate später. In dieser gesamten Zeit blieb J. ohne kirchlichen Arbeitsauftrag und engagierte sich mit voller Kraft für SPD und BRSD. Er wurde 1932 Mitglied des 7-köpfigen Reichsvorstandes des BRSD und war engagiert beim Aufbau der Organisation im Ruhrgebiet und in der Arbeit unter den Arbeitslosen in Thüringen. Als Referent, vor allem in antifaschistischen Veranstaltungen, war er ständig unterwegs. Bei den Wahlen zum letzen frei gewählten Thüringer Landeskirchentag wurde er als BRSD-Vertreter gewählt und nahm am 16. und 17.2. 1933 an dessen Tagung teil. Freunde aus dem BRSD und dem liberalen Protestantismus hatten ihm die Rückkehr in den Thüringer Kirchendienst praktisch schon geebnet, als die Machtübernahme der NSDAP im Reich und die der DC in der Landeskirche dies praktisch unmöglich machte. J. befand sich dadurch mit einer kleinen Pension und mittlerweile zwei Kindern in großen finanziellen Schwierigkeiten. Er bewarb sich auf Dutzende freier Pfarrstellen im In- und Ausland. Bereits beabsichtigte Einstellungen scheiterten spätestens an der "nationalen Unzuverlässigkeit." 1935 half ihm der Freund und ehemalige BRSD-Vorsitzende von Thüringen, Karl Kleinschmidt, aus der verfahrenen Situation heraus. Kleinschmidt hatte es mittlerweile zum Mecklenburgischen Pfarrer und Intimus des DC-Landesbischofs Walter Schulz gebracht. Dieser ebnete J., der seine Vergangenheit nicht verleugnete, den Weg ins mecklenburgische Pfarramt. Aber das hatte seinen Preis. Wir finden ab 1935 "Pastor v. Jüchen, Gehren" aufgeführt in den jeweiligen Verzeichnissen der "Mitglieder des Bundes der national-sozialistischen Pastoren Mecklenburgs", in dem sich die Parteigänger des Landesbischofs zusammengeschlossen haben. Dieser Bund der NS-Pastoren war praktisch die kirchliche Hilfstruppe des "braunen" Bischofs. In den Reihen des Bischofs und seines NS-Pastorenbundes blieb J. bis zum Winter 1937/38. Dann hatte sich die kirchenpolitische Lage in Mecklenburg derart zugespitzt, daß er in einer definitiven Entscheidungssituation war. Er konnte dem Bischof nicht weiterhin folgen und weigerte sich, den Übergang auf die "harte Linie" der Thüringischen DC mitzuvollziehen. Er trennte sich von Bischof und NS-Pastoren und fand Anschluß an die Bekennende Kirche (BK). Hier exponierte sich J. zusammen mit seinem Weggefährten Karl Kleinschmidt. Der Mecklenburger Landesbischof hielt in einer nicht öffentlichen DC-Versammlung am 28.5.1938 im Berliner Sportpalast eine Rede, die diametral dem christlichen Bekenntnis entgegengesetzt war. Karl Kleinschmidt hatte sich Einlaß verschafft und die Rede mitstenographiert. J. und Kleinschmidt publizierten diese Rede als Privatdruck, verbreiteten sie durch die BK an alle Mecklenburger Pfarrer und auch darüber hinaus und forderten den Rücktritt des Bischofs. Hierzu erhielten beide viele positive Rückmeldungen. Ebenfalls im Jahr 1938 spielte sich ein weiterer Konflikt ab. Mittlerweile war J. Pfarrer in Rossow bei Netzeband (heute Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), einem kleinen Bauerndorf, in dem allerdings ein Berliner jüdischer Kaufmann ein Wochenendhaus besaß. Im Kontext der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 zündete die SA in Rossow dieses Haus an. Daraufhin ließ J. die Feuerglocke läuten, alarmierte die Feuerwehr, die nicht kam, und begann selbst mit den Löscharbeiten. Die mobilisierte evangelische Frauenhilfe schützte ihn vor der SA. Dies brachte ihm ein weiteres Disziplinarverfahren und staatliche Verfolgung ein. Die Mehrheit der Einwohner unterstützte ihn in diesen Verfahren, so daß er im Ergebnis glimpflich davon kam. Wie stark gerade die Solidarität mit "rassisch Ausgegrenzten" die Wut der Machthaber bestimmt, macht der folgende Auszug aus der Begründung des kirchlichen Disziplinarverfahrens deutlich: "Nicht unerwähnt kann ferner bleiben, daß Sie zu der Behandlung der Judenfrage im Rahmen der kirchlichen Verwaltung eine Haltung einnehmen, die eines deutschen Geistlichen unwürdig ist. ... Auf Grund der § 2, 16,18 des vorgenannten Kirchengesetzes wird hiermit das Disziplinarverfahren ... gegen Sie angeordnet." (Brief Oberkirchenrat Schwerin an J. v. 24.3. 1939). Im Februar 1939 veröffentlichte das "Kirchliche Amtsblatt für Mecklenburg" in der Nr.1/1939 v. 21.2. 1939 die neue Rechtslage für Juden in der Ev. Kirche, in dem es u.a. .hieß: §1 Juden können nicht Angehörige der ev.-luth. Kirche Mecklenburgs werden. §2 Zu Amtshandlungen für Juden, die vor dem Inkrafttreten dieses Kirchengesetzes Angehörige der ev.-luth. Kirche Mecklenburgs geworden sind, ist kein Geistlicher der ev.-luth. Kirche Mecklenburgs verpflichtet. Kirchliche Räume und Einrichtungen dürfen zu Amtshandlungen für solche Juden nicht benutzt werden. Amtshandlungen für sonstige Juden sind unzulässig." Das war klare Häresie und ein Bruch mit dem Auftrag der christlichen Gemeinde. J. und Kleinschmidt starteten eine Initiative mit dem Ziel, den Bischof als Irrlehrer des Amtes zu entsetzen. Der Beginn des 2. Weltkrieges am 1.9. 1939 verhinderte die endgültige Austragung dieses Konfliktes, da sich in der Kirche die Reihen schlossen. J. geriet in das Fadenkreuz der Gestapo und in akute Gefahr verhaftet zu werden. Als 1940 seine Lage unhaltbar geworden war, rettete ihn der befreundete Landrat des Kreises vor der drohenden Verhaftung, indem er ihn zur Wehrmacht einberufen ließ. J. diente als Flaksoldat der Luftwaffe und war bis kurz vor Kriegsende Soldat im Westen. Sein höchster Dienstgrad war Gefreiter, alle Versuche ihn zu Offizierslehrgängen zu schicken, lehnte er ab. Als im April 1945 seine Einheit bei Magdeburg lag, desertierte er von der Truppe, schlug sich in seine Gemeinde Rossow durch und tauchte bis zum Einmarsch der Roten Armee unter. Kurz nach dem Ende der Nazi-Diktatur gründete er in Rossow die SPD und beteiligte sich an der Reorganisation des öffentlichen Lebens und der kirchlichen Strukturen. J. engagierte sich bei der Bodenreform in der SBZ und initiierte einen Aufruf "Pfarrer für die Bodenreform." Gleichzeitig wandte er sich gegen russische Übergriffe. Anfang 1946 wurde er wegen Protestes gegen gesetzwidrige Enteignungen kurzfristig durch die russische Kommandantur inhaftiert. 1946 berief ihn der neue mecklenburgische Bischof Beste als Prediger an die Schweriner Schelf-Kirche St. Nicolai. J. wurde 1946 durch die Vereinigung von SPD und KPD Mitglied der SED, in der er sich anfangs stark engagierte. Seine Hauptarbeit leistete er aber in der FDJ und im Kulturbund, in deren Gremien in Schwerin und Mecklenburg er von 1946 bis 1949 vielfältig aktiv und exponiert war. In Mecklenburg organisierte er außerdem die religiös-sozialistisch ausgerichtete "Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Theologen", deren erstes Rundschreiben er im April 1946 verschickte und deren SBZ-weiten Ausbau er vorantrieb. Vom 9.-11. November 1946 tagte in Berlin unter seiner Leitung ein "Generalkonvent sozialistischer Theologen der Ostzone." In Schwerin wurde er Vorsitzender der einige tausend Mitglieder umfassenden Wirkungsgruppe des Kulturbundes. In Schwerin organisierte er mit großem Erfolg Jugendforen und wurde Mitglied des Mecklenburger Landesvorstandes. Er publizierte im "Aufbau" und wurde Mitherausgeber dieser Zeitschrift des Kulturbundes. Außerdem war er kirchlicher Vertreter in der "Verbindungsstelle Kirche-FDJ." So war er in Personalunion Funktionsträger von Evangelischer Kirche und FDJ und Mitglied ihrer jeweiligen Landes- und Schweriner Stadtgremien. Die Jugendarbeit des Schweriner Kulturbundes (KB), das "Jugendforum", machte bald Furore und wurde im KB richtungsweisend für viele örtliche Nachahmer. In der Zeitspanne 1946 bis 1948 trat J. auf hunderten von Veranstaltungen von SED, FDJ und Kulturbund auf. Aber diese Phase sollte 1948/49 schnell und vollständig enden, da sich der 1945 angekündigte "eigenständige deutsche Weg zum Sozialismus" als Einbahnstraße erwies, die direkt in die Sackgasse der "Partei neuen Typs" führte und sich endgültig als alter Typ stalinistischer Despotie entpuppte. In der ersten Runde verlor J. 1949 alle Funktionen im Kulturbund. Die in der FDJ hatte er schon seit 1948 nicht mehr. Im Dezember 1949 erfolgte sein Ausschluß aus der SED, "weil er die Bildung einer besonderen kirchlichen Jugendorganisation förderte, gegen die Einheit der Jugendbewegung arbeitete und durch sein Auftreten die Nationale Front des demokratischen Deutschlands schwächte" (Entschließung der SED-Landesdelegiertenkonferenz v. 9.-11.12. 1949, in: Landeszeitung, Schwerin, v. 13.12. 1949). Nach seinem Ausschluß versuchte ihn der sowjetische Geheimdienst als Agenten zu werben, mit dem Auftrag, die Landeskirche zu bespitzeln. Als er sich weigerte, wurde er am 23.3. 1950 er in Schwerin von sowjetischen Organen des NKWD verhaftet und als Untersuchungshäftling in dem Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes am Schweriner Demmlerplatz inhaftiert. Das Sowjetische Militärtribunal (SMT) warf ihm Spionage und Bildung oppositioneller Gruppen vor. Auch seine Frau wurde verhaftet und einige Monate inhaftiert. Sie wurde krank und traumatisiert entlassen. Von den Haftfolgen erholte sie sich nicht mehr. J. wurde von der berüchtigten NKWD-Troika per Fernurteil zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt und nach Workuta verschleppt. Dort arbeitete J. im Straßen- und Eisenbahnbau und im Bergbau. J. erkrankte im Lager schwer und erlitt an den Stimmbändern irreparable Schäden. Im Oktober 1955 wurde er mit einem der ersten Transporte nach Deutschland rückgeführt. Nach kurzem Aufenthalt im Lager Friedland reiste er weiter zu Freunden in West-Berlin. In Berlin angekommen, stellte sich für J. die Frage nach der Zukunft. Als Prediger einer Ortsgemeinde war er wegen seiner leisen Stimme nicht mehr zu verwenden. Der Berliner Bischof Otto Dibelius übernahm ihn aus dem mecklenburgischen in der Berliner Pfarrdienst und berief ihn als Strafanstaltspfarrer nach Berlin-Plötzensee und an das Berliner Frauengefängnis. Hier wirkte er bis 1972 und betreute u.a. die dort einsitzende erste Generation der "Rote-Armee-Fraktion", die er durch den Rekurs auf die marxistische Anarchismuskritik von ihrem "Irrweg des individuellen Terrors" abbringen wollte. Nicht mehr sprachgewaltig, wurde er ein Gewaltiger der Feder und knüpfte an seine frühere schriftstellerische Arbeit an. Er schrieb christliche Puppenspiele, für die er 1963 den "Gebrüder-Grimm-Preis" erhielt und verfaßte praktisch jedes Jahr ein neues theologisches Buch. Seine Bibliographie weist über 60 selbständige Publikationen auf, vom Gedichtband für Kinder bis zur wissenschaftlichen Bibel-Exegese. Vor allem seine Weihnachtbücher, besonders die für Kinder, erreichten sehr hohe Auflagen und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. In Berlin war J. in Kreisen kritischer Christen aktiv, u.a. zusammen mit Helmut Gollwitzer und Kurt Scharf. 1977 traf er beim Berliner Kirchentag auf den Stand des wiederbelebten BRSD und trat ihm bei. In der Berliner Regionalgruppe des BRSD nahm er von 1985 bis 1990 eine führende Rolle ein. Seine 1. Frau Irmgard, die 1955 von Schwerin nach West-Berlin übergesiedelt war, starb 1968. J. heiratete 1969 zum zweiten Mal. Gerda v. J. starb 2001.

Nachlaß: Es gibt drei Teilnachlässe, die in der Summe weitgehend komplett sind. Der größte Bestand befindet sich im Evangelischen Zentralarchiv Berlin mit der Signatur: Bestand 743 Nachlaß Aurel von Jüchen. Er umfaßt ca. 240 Mappen und einige Kartons. Er ist 2001 ausgewertet worden von Ulrich Peter, Berlin (vgl. Ulrich Peter: Aurel von Jüchen 1902-1991. Ein Pfarrerleben im Jahrhundert der Diktaturen, Schwerin 2006). Dieser Teilnachlaß umfaßt eine Vielzahl von Materialien, Korrespondenzen und Schriften vor allem aus der Zeit nach 1956 und einen kleinen Teil Familienunterlagen seit dem 17. Jahrhundert. Ein zweiter Teilnachlaß befindet sich im Landeskirchenarchiv Schwerin. Er ist dort verzeichnet als Bestand: Nachlaß Aurel von Jüchen, (Hinterlassenschaft des Pfarrers Aurel von Jüchen, abgeliefert an das Archiv am 7. 7. 1959 vom Gemeindepfarrer der Schelfkirche). Dieser Bestand ist unmittelbar nach Jüchens Verhaftung 1950 von einem Pfarrkollegen aus Jüchens Wohnung gerettet, versteckt und 1959, als es nicht möglich schien, Jüchens Unterlagen wieder an den Besitzer zurückzugeben, an das Schweriner Kirchenarchiv übergeben worden. Der Bestand ergänzt den Berliner Bestand. Er umfaßt ausschließlich Dokumente und Korrespondenzen aus dem Zeitraum 1926 bis 1945 und den Landeskirchen Thüringen und Mecklenburg, darunter wichtiges Material auch zum Kirchenkampf. Er ist 1999 ausgewertet worden von Ulrich Peter, Berlin (vgl. Ulrich Peter: Aurel von Jüchen 1902-1991, in: Herbergen der Christenheit. Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte, Band 26, Leipzig 2003). Der dritte Teilnachlaß befindet sich noch in Privatbesitz, wird aber wahrscheinlich in absehbarer Zeit vom Landeskirchlichen Archiv in Berlin übernommen. Er umfaßt autobiographische Schriften, unveröffentlichte Texte und Buchmanuskripte sowie Tonbandinterviews. Außerdem viele Primär- und Sekundärmaterialien zu J. s Biographie, Korrespondenzen, Fotos und eine weitgehend komplette Sammlung seiner Publikationen. Zu nennen sind auch seine Personalakten. Ein Teil befindet sich im Landeskirchliches Archiv Berlin-Brandenburg in Berlin mit den Signaturen Personalakten Aurel von Jüchen, 15/3254; 15/3255; hierzu: 1 Beiheft; 15/3257; 15/3258; 15/3259; 15/3260; 15/Akte o. Sign. Jüchen Diszip.-Verf. Adh. Bd. III und 15/3261. Der größte Teil der Personakten für J.'s Thüringer Periode befindet sich im Landeskirchlichen Archiv Eisenach mit den Signaturen Personalakten Aurel von Jüchen: Bd. I und Bd. II, Nr. G 494 und Beiakten zu Nr. G 494.

Werke: Kirche als Friedensmacht?, in: Das Volk (Jena) v. 9.7.1929; Vom Handeln der Kirche. Auseinandersetzung eines religiösen Sozialisten mit Gogartens Schrift: ‚Von der Schuld der Kirche gegen die Welt', in: ChW, Nr.10/1929; Abwehr. Zu Georg Sinns ‚Wort an die Religiösen Sozialisten', in: ChW, Nr.21/1929; Der Faschismus, eine Gefahr für das Christentum. In: Zeitschrift für Religion und Sozialismus (ZRS). Jg. 1930; Faschismus und Christentum, in: Sonntagsblatt des arbeitenden Volkes, (SDAV) Nr.49/1930; Politisierung des Gottesbegriffes oder Wo bleibt die Thüringer Evangelische Kirche?; in: SDAV Jg. 1930, Nr. 26 v. 29.6.1930; Die Thüringer Kirche läßt sich kompromittieren, in: Das Volk (Jena) Jg. 1930, Nr.133; Die Thüringer Kirche läßt sich kompromittieren, in: SDAV , Nr. 34 v. 24.8. 1930; "Aufruf des Thüringischen Landesverbandes", in: SDAV, Nr. 49 v. 7. 12.1930; Faschismus und Christentum!; , in: SDAV, Nr. 49 v. 7. 12.1930; Grundsätzliche Fragen an die Kirche, in: Das Volk (Jena), Nr.167 v. 21.Juli 1930; Autorität und Freiheit. Zu Gogartens: ‚Wider die Ächtung der Autorität'; in: ZRS Heft 1/1931; Die Gefangenschaft der Kirche. Ein Wort zum Disziplinarverfahren des Thüringer Landeskirchenrates, in: ZRS, Heft 1/1931; Kirche und Sozialismus; in: ZRS Heft 2/1931; Demokratie und Diktatur als deutsche Gegenwartsfrage, in: ZRS Heft 5/1931; Der Faschismus nackt, in: ZRS, Heft 5/1931; Der Mörder Faschismus, in: SDAV, Nr. 15 v. 12. 4.1931; Mörder Faschismus, in: SDAV, Nr. 23 v. 7. 6.1931; Wenn Luther die materialistische Geschichtsauffassung gekannt hätte, in: SDAV, Nr. 46 v. 15. 11.1931; Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, in: SDAV, Nr.46 v. 15.11.1931; Ihr seid das Salz der Erde - Ihr seid das Licht der Welt! Predigt des Genossen Pfarrer A. v. Jüchen in Eisenach bei der Kundgebung der Religiösen Sozialisten, in: SDAV, Nr. 17 v. 26. 4.1931; Kapitalismus und Recht, in: SDAV, Nr.34 v. 23. 8. 1931; Unser Kampf in Thüringen. Unser Kampf ist unser Sieg; in: SDAV Nr. 38 v. 18.9.1932; Ohne Gott - Das ist kein Leben, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 1 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1937; Vor der Tür des Paradieses. Ein Adventsspiel von Aurel von Jüchen, München 1938; Der undankbare Bauer : ein Erntedankfestspiel, München 1939; Des Sonntags zwischen Neun und Zehn", Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 2 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Was uns am Christentum ärgert, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 3 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Von der Erkenntnis Gottes, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 4 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Wozu noch Kirche?, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 5 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Und das Alte Testament ...?; Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 6 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Wir lassen taufen, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 7 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1939; Gott befohlen, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 8 der Schriftenreihe Über den Zaun). Berlin-Steglitz 1939; Letzte Reise, Evangelischer Preßverband für Deutschland, (Heft 9 der Schriftenreihe Über den Zaun), Berlin-Steglitz 1940; Das Wort vom Anfang, Verlag Berlin-Spandau 1940; Ratgeber für das christliche Gemeindespiel, Verlag München 1940; Die frohe Botschaft. Ein Krippenspiel von Aurel von Jüchen, (Christliche Gemeindespiele Nr.71), München 1940; Erschienen ist der herrlich Tag. Ein Osterspiel von Aurel von Jüchen, (Christliche Gemeindespiele Nr.74), München 1940; Als der Tag der Pfingsten erfüllet war. Ein Pfingstspiel von Aurel von Jüchen um die Gestalt des Nikodemus, (Christliche Gemeindespiele Nr.75), München 1940; Heute ward ich ein Christ. Weihnachtliche Geschichten, Berlin 1940; Jesus und Pilatus. Eine Untersuchung über das Verhältnis von Gottesreich und Weltreich im Anschluß an Johannes 18, V. 28-29, (Reihe Theologische Existenz heute, Heft 76), München 1941; Pfarrer begrüßen die Bodenreform, in: KPD (Hrsg.): Bodenreform. Junkerland in Bauernhand, Berlin 1945; Die frohe Botschaft. Ein Krippenspiel von Aurel von Jüchen, (Neuauflage der 1939/40 im Chr. Kaiser-Verlag München erschienenen Ausgabe v. Christliche Gemeindespiele Nr.71).Altenhundem/Westfalen 1945; Der Christ und die Gemeindewahlen, in: Demokratische Erneuerung. Mitteilungsblatt für die Mitglieder und Freunde des Kulturbundes, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin, Jg. 1, Nr. 6/1946; "Das heimliche Gespräch", in: Mecklenburgische Kirchenzeitung (MKZ) Nr. 19/20 (Fortsetzungen in Nr. 21/22, und Nr. 25/26), Schwerin 1946; Das Pfingstlied, in: MKZ Nr. 8-1946; Die Sorge. Ein Gespräch über den Zaun, in: MKZ, Nr.5/6-1946; Über die Menschlichkeit, in: MKZ, Nr. 5/6-1946; Warum man seine Kirche lieben muß, in: MKZ, Nr. 8 v. 9. 6. 1946; Wir spielen zum Erntedankfest, in: MKZ, Nr. 17/18-1946; Zeichen und Stätten der Verkündigung: Der Hahn auf dem Turm, in: MKZ, Nr. 11/12-1946; Zeichen und Stätten der Verkündigung: Die Kirche, in: MKZ, Nr. 8-1946; Jugend diskutiert ‚die Illegalen', in: Demokratische Erneuerung, Heft 5, Schwerin 1946; Protestantismus und Selbstverantwortlichkeit, in: Aufbau. Kulturpolitische Monatsschrift, Heft 10, Berlin 1946; Lob des Vaterunsers, Gütersloh 1947; Vom rechten Bekennen. Gespräche übern Zaun neue Folge, Berlin 1947; Mut zum Leben. Gespräche übern Zaun Neue Folge, Berlin 1947; Kulissenbegriffe der Politik" (Kleine Schriftenreihe des Kulturbundes Mecklenburg-Vorpommern Heft 3), Schwerin 1947; Volk in der Kelter. Gedichte, Berlin 1947; Warum Christentum und Sozialismus einander begegnen müssen, in: Die Zeichen der Zeit. Evangelische Monatsschrift für Mitarbeiter der Kirche, Jg. 1, Nr. 6, Berlin 1947; Situation der Jugend, in: Demokratische Erneuerung, Heft 2, Schwerin 1947; Mitglieder haben das Wort, in: Demokratische Erneuerung, Nr. 3, Schwein 1947; Um die Einheit der deutschen Jugend, in: Zentralrat der Freien Deutschen Jugend (Hrsg.): II. Parlament der Freien Deutschen Jugend Meissen 23. -26. Mai 1947. Junge Abgeordnete sagen ihre Meinung, Bd. II, Berlin 1947; Rede zur Einheit der Jugend, in: Zentralrat der Freien Deutschen Jugend (Hrsg.): II. Parlament der Freien Deutschen Jugend Meissen 23. - 26. Mai 1947. Protokoll, Berlin 1947; Rede zur Jugendarbeit, in: Der erste Bundeskongreß. Protokoll der ersten Bundeskonferenz des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands am 20. und 21. Mai 1947 in Berlin, Berlin 1947; Welche Laienspiele können wir einüben?, in: MKZ, Nr. 17/18-1947; Passions- und Osterspiele, in: MKZ, Nr. 43/44- v. 25. 3. 1947; Jesus und die Kinder. Ein Bilderbuch von Ruthild Busch-Schumann mit Versen von Aurel von Jüchen, Berlin 1948; Mut zum Leben. Gespräche übern Zaun Neue Folge, Berlin 1948; Vom rechten Bekennen. Gespräche übern Zaun Neue Folge, Berlin 1948; Warum Christentum und Sozialismus einander begegnen müssen, in: Aufbau, 4. Jg., Berlin 1948; Der Zorn Gottes. Ein Beitrag zur kirchlichen Verkündigung heute, Berlin 1948; Diskussionsbeitrag zur religiösen Frage, in: Protokoll der Verhandlungen des Ersten Kulturtages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 5.-7. Mai 1948 in der Deutschen Staatsoper zu Berlin, Berlin 1948; Herrschaft der Wenigen, Schwerin 1949; Die Kinderhand, in: "und bringen ihre Gaben aus russischer Kriegsgefangenschaft", hg. v. Helmut Gollwitzer, Josef Krahe und Karl Rauch, Stuttgart 1956; Interview mit einem Tagpfauenauge, in: Der Sonntag, 13. Jg., Nr. 41, 1957; Weihnachten, in: Kirchenbote, Berlin 1957; Was die Hunde heulen. Die sowjetische Wirklichkeit von unten betrachtet, Stuttgart 1958; Was die Hunde heulen (gekürzte Fassung), in: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament." Nr. B XXXVI, XXXVII, XXXVIII vom 17. 9. und 1. 10. 1958; Sehet, welch ein Mensch. Ein Passional, Berlin-Dahlem 1958; Seltsame Reportagen, Witten/Ruhr 1959; Die Christenheit zwischen den Übeln, Stuttgart 1959; Gespräche über den Zaun (Neufassung), Witten 1960; Gespräche über den Zaun (Buchclubausgabe), Ev. Buchgemeinde Stuttgart 1960; Was die Hunde heulen. Die sowjetische Wirklichkeit von unten betrachtet (Buchclubausgabe), Ev. Buchgemeinde Stuttgart 1960; Die Christussäule des Bischofs Bernward von Hildesheim, Teil 1-6 (Dias mit Begleitheften), Gelnhausen/Hessen 1960; Der Beginn des Heils (Zu Evangelien-Texten der Epiphanias-Zeit), Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; Der Vorläufer (zu Johannes dem Täufer), Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; Die Boten (zu den Jüngern), Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; Christus und die Frauen, Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; Christus. Sieger über Siechtum und Tod, Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; Kampf und Verklärung, Dia-Serie für den Religionsunterricht mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1960; De Werkelijkheid in Sowjet-Rusland" (niederländische Übersetzung von "Was die Hunde heulen", Utrecht/Antwerpen 1960; Martin Schongauer: Die Anbetung der Hirten. Gemäldegalerie Berlin-Dahlem, Dias mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1961; Die Anbetung der Hirten. Der Portinari-Altar des Hugo van der Goes , Dias mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1961; Bilder zur Passionsgeschichte: 17 Bilder aus dem Codex Purpureus Rossanensis , Dias mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1961; Das Abendmahl: 7 Bilder aus dem Codex Purpureus Rossanensis , Dias mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1961; Zeichen: Die Heilung des Blindgeborenen nach Joh. IX, V. 1-7; die Auferweckung des Lazarus nach Joh. XI, V. 1-45, 6 Bilder aus dem Codex Purpureus Rossanensis, Dias mit Begleitheft, Gelnhausen/Hessen 1961; Was die Hunde heulen, Ausgabe Deutscher Bücherbund Hamburg/Stuttgart 1961; Gespräch mit Atheisten, Gütersloh 1962; Mit dem Kommunismus leben?, Witten 1963; Man sollte ruhig darüber sprechen!, in: Fritz. J. Raddatz (Hrsg.): Summa iniuria oder Durfte der Papst schweigen? Hochhuths "Stellvertreter" in der öffentlichen Kritik, Reinbek 1963; Moderne Naturwissenschaft und Atheismus, Information Nr.17 der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Stuttgart 1965; Die Reise nach Bethlehem. Ein Adventskalender, Grafik von Eva-Maria Rubin, Lahr im Schwarzwald 1966; Atheismus in West und Ost, Berlin 1968; The holy night. Illustrated by Celestino Piatti. Text by Aurel von Jüchen. Translated from the German by Cornelia Schaeffer, 1st U.S.A. ed. New York,1968; Die heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte erzählt von Aurel von Jüchen mit Bildern von Celestino Piatti, Zürich 1968; Besinnung hinter Gittern, Berlin 1969; Krankheit, Anfechtung und Sinn, Berlin 1969; Konfirmation und was nun? Eine Anrede an Konfirmanden und solche, die es einmal waren, Berlin 1969; Last und Segen des Alters, Berlin 1969; Den heliga natten: Julevangeliet / Berättat av Aurel von Jüchen. Med bilder av Celestino Piatti. Övers.: Britt G. Hallqvist (Schwedische Übersetzung von "Die heilige Nacht".), Stockholm 1969; Politische Diakonie. Luthers Denkansatz und Folgerungen für unsere Zeit, Stuttgart 1970; Militanter Atheismus I, in: Materialsammlung für die Männerarbeit der EKD, Beilage zu Botschaft und Dienst, II. Quartal, Gütersloh 1974; Wer mit dem Teufel frühstücken will: Nachdenkliches zu vergessenen Sprichwörtern, Neukirchen-Vluyn 1974; Last und Segen des Alters (Volksmissionarische Schriftenreihe des Schriftenmissions-Verlages Gladbeck, H. 134), Gladbeck 1974 (Neuauflage 1977); Bileams Stern: Der Stern der Weisen, Konstanz 1974; Kirchenaustritt ist keine Lösung. Anrede an alle, die mit dem Gedanken des Kirchenaustritts umgehen, Gladbeck 1974; "Kain und Abel; der heimgekehrte und der zuhause gebliebene Sohn", mit Ill. von Horst Mielitz, Christliche Verlags-Anstalt Konstanz 1975; Brüder, Konstanz 1975; Warum Christentum und Sozialismus einander begegnen müssen, in: Walter Dirks/Klaus Schmidt/Martin Stankowski (Hrsg.): Christen für den Sozialismus, Bd. II: Dokumente, Stuttgart 1975; Gelebte Wahrheit. Stationen im Christusjahr, zus. mit Claus Heitmann, . Neukirchen1976; Militanter Atheismus II, in: Materialsammlung für die Männerarbeit der EKD, Beilage zu Botschaft und Dienst, I. Quartal, Gütersloh, 1977; Brief an Günter Ewald und die Bochumer Gruppe, in: Christ und Sozialist (CuS), Nr. 2, Bielefeld 1977; Kirche in der Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft Berliner Christen, in: CuS, Nr. 3, Bielefeld 1977; Militanter Atheismus III, in: Materialsammlung für die Männerarbeit der EKD, Beilage zu "Botschaft und Dienst", I. 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Ulrich Peter

Letzte Änderung: 31.12.2008